Behandlungsgruppen für Kinder mit Traumatisierungen

Die Behandlungsgruppen KiDo und DoKi sind Teil eines Kooperationsmodells mit der KID gGmbH (Kind in Düsseldorf). Als mögliche Anschlussversorgung der ausführlichst diagnostizierten Kinder im KID bieten die Behandlungsgruppen einen Platz für Kinder, deren Rückkehr in die Familie nach einer gezielten stationären Behandlung sinnvoll erscheint.

Ziele

Ziele

Die Behandlungsgruppen bieten die Möglichkeit, den pädagogisch-therapeutischen Prozess, der durch die Arbeit im KID oder anderen diagnostischen Einrichtungen gestartet wurde, fortzusetzen. Ziel ist es, durch die Kontinuität der therapeutischen Arbeit mit dem Kind und seinem Herkunftssystem, in Verbindung mit dem Konzept der heilenden Erziehung (soziotherapeutisches Milieu), auch neue Prozesse in Gang zu setzen, die entweder eine baldige Rückführung des Kindes in das System ermöglichen oder die Familie befähigen, unterstützen und dabei begleiten, einen alternativen Entwurf für die Perspektive des Kindes zu entwerfen und umzusetzen. Wesentlich dabei ist, dass entscheidende Beziehungsaspekte zwischen Mutter/Vater und Kind geklärt werden und ein positiver Kontakt  auch über ein sich möglicherweise veränderndes Rollenverständnis in der Familie erhalten bleibt. 

Konzeptionell sind beide Behandlungsgruppen identisch. jedoch ist KiDo koedukativ für sieben Kinder ausgerichtet, während DoKi für vier Mädchen einen kleineren, geschützteren Rahmen bietet.

Als mögliche Anschlussversorgung bieten wir die Wohngruppe DiKo (in der nur Kinder aufgenommen werden, die aus einer der beiden Behandlungsgruppen kommen. 

 

Arbeiten mit dem Kind

Arbeiten mit dem Kind

Die Behandlung der Kinder beschränkt sich nicht auf die einzeltherapeutische Arbeit mit dem Kind, sondern erstreckt sich auf den gesamten Alltag der Kinder in den Gruppen. Dieser ist so gestaltet, dass er die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes fördert und letztlich therapeutisch wirksam ist. Dem Kind wird ein sozialtherapeutisches Milieu geboten, in dem heilende und korrigierende Erfahrungen gemacht werden können. Das Hauptmedium ist die Beziehung zwischen dem Gruppenpädagogen und dem Kind. Die MitarbeiterInnen halten die Balance zwischen Gewähren und Probierenlassen auf der einen Seite und der konsequenten Darstellung von Realität und klaren Strukturen auf der anderen Seite. Wesentliche Aspekte der Arbeit mit dem Kind sind an dieser Stelle auch der Schutz der Integrität des Kindes durch  Grenzsetzung gegenüber den Eltern und dem sozialen Umfeld sowie der Schutz vor weiterer Traumatisierung.

 

Arbeit mit den Eltern

Arbeit mit den Eltern

Intensive Arbeit und Auseinandersetzung mit den Eltern ist eine wichtige Voraussetzung. Es finden regelmäßig Familiengespräche statt, die neben der pädagogischen Beratung der Eltern/ Elternteile auch der Begleitung der therapeutischen Prozesse der Familienmitglieder dienen sollen. Es ist Aufgabe der Pädagogen, die persönlichen und therapeutischen Prozesse der Einzelnen in den familiären Kontext zu übertragen und die gegenseitigen Erwartungen, Wünsche, Ängste und Bedürfnisse zu reflektieren und zu vergleichen. Ferner geht es darum, Differenzen und unterschiedliche Ansprüche auszuhalten und immer wieder den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Aus diesem Grund finden neben den Gesprächsterminen sehr regelmäßige (ein bis mehrmals in der Woche) Telefonkontakte und informelle Besuche der Eltern in der Gruppe statt.

 

Lage

Lage

Die Behandlungsgruppe KiDo befindet sich im Erdgeschoss eines zweigeschossigen Wohnhauses auf dem Gelände der Educon in Hilden. Im Haus befindet sich auch noch die Behandlungsgruppe DoKi und das gruppenübergreifende Freizeitcafe.

Die Behandlungsgruppe DoKi befindet sich im 1. Stock  eines zweigeschossigen Wohnhauses auf dem Gelände der Educon in Hilden. Im Haus befinden sich auch die Behandlungsgruppe KiDo, die Behandlungsgruppe Blickwechsel, zwei Apartments und das gruppenübergreifende Freizeitcafé.

Das weitläufige Campus-Gelände sowie die Turnhalle, das Freizeitcafé, das Psychomotorikzentrum und ein Spielplatz können genutzt werden.

 

 

Bereichsleitung: Gabriele Trojak-Künne
Horster Allee 5, 40721 Hilden, Fon : 02103-571-503
E-Mail: g.trojak-kuenne@graf-recke-stiftung.de