Menschen begleiten

Unterstützen mit Spaß

Anja S. begleitet eine Klientin des Betreuten Wohnens auf dem Weg zur Krankengymnastik, um mit ihr das Straßenbahnfahren zu trainieren. Svenja F. überlegt mit einer jungen Frau in der Ergotherapie, welche Materialien sie zu Collage zusammen stellen möchte. Benjamin B. hilft der Band, die sich aus Bewohnern der Graf-Recke-Stiftung zusammen setzt, beim Aufbau der Anlage für den Auftritt auf dem Stadtteilfest.

Das sind nur drei Beispiele für die vielfältigen Aufgaben, die junge Leute während des Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ)  oder – ab dem 1. Juli 2011 – im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) im Fachbereich Sozialpsychiatrie und Heilpädagogik übernehmen können.  Nach der Schule und noch vor Ausbildung oder Studium haben sie sich dafür entschieden, Menschen dabei zu unterstützen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Gute Gründe für ein FSJ oder den BFD

Das FSJ oder der BFD im Fachbereich Sozialpsychiatrie und Heilpädagogik bietet jungen Leuten die Möglichkeit festzustellen, ob sie Spaß und Interesse daran haben, einen Beruf im Sozialen Bereich zu ergreifen. In vielen Ausbildungen und Studiengängen wird das FSJ oder der BFD als Praktikum oder Wartezeit anerkannt.  Aber auch, wenn Schulabsolventen beruflich in eine eher technische oder kaufmännische Richtung gehen wollen, ermöglicht es ihnen vorab ganz andere Erfahrungen zu sammeln. Wenn jemand sich noch Zeit mit der Entscheidung, wo es beruflich hingehen soll, lassen will, ist das FSJ oder der BFD eine gute Möglichkeit für eine sinnvolle Auszeit. Die Freiwilligen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und erweitern gleichzeitig ihre eigenen Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit und – nicht zuletzt – ihren Horizont.

Die Einsatzbereiche

Im Fachbereich Sozialpsychiatrie und Heilpädagogik gibt es drei große, verschiedene Einsatzorte, an denen die Freiwilligen – immer in Begleitung und mit Unterstützung eines kompetenten Teams – tätig werden können.
So werden bei uns Erwachsene mit psychiatrischen Erkrankungen  in eigenen Wohnungen oder in Wohngemeinschaften betreut. Menschen, die einen noch größeren Unterstützungsbedarf haben, leben in Wohnhäusern, in denen sie rund um die Uhr einen Ansprechpartner haben.  Unterstützung erfahren die Bewohner darin, Fähigkeiten zurückzugewinnen oder neu zu erlernen.

Ebenso ist die Arbeits- und Ergotherapie, die die meisten der Klienten besuchen,  ein möglicher Einsatzort für die jungen Leute.  Kreative Angebote, aber auch das Training von Ausdauer und Konzentration tragen zu einer sinnhaften Gestaltung des Arbeitsbereiches der Bewohner bei.  

Weiter bietet der Fachbereich Heilpädagogik der Stiftung, in dem erwachsene Menschen mit geistigen und / oder Mehrfachbehinderungen betreut werden, eine Möglichkeit der Mitarbeit. Hier stehen Freizeitangebote, gemeinsames Einkaufen oder musische Angebote im Vordergrund.

Anleitung und Weiterbildung

Bei uns wird keiner ins kalte Wasser geworfen. Jedem Freiwilligen wird ein Mitarbeiter zur Seite gestellt, mit dem Tätigkeiten und Aufgaben je nach Neigungen abgesprochen werden können. Sowohl im FSJ als auch im BFD sind die Freiwilligen eingebunden in die jeweiligen Teams, nehmen an Teamsitzungen, Supervision und Fortbildungen teil. Darüber hinaus sind Treffen aller im Geschäftsbereich Sozialpsychiatrie und Heilpädagogik im Rahmen des FSJ und des BFD Tätigen geplant. So kann man Erfahrungen innerhalb der Arbeit austauschen, aber auch neue Kontakte bei einem gemeinsamen Freiwilligen-Ausflug oder einem Stammtisch knüpfen.

Auch eigene Fortbildungen nur für unsere Freiwilligen werden organisiert, da wir möchten, dass sich die jungen Leute bei uns wohlfühlen und unsere Arbeit durch ihr Engagement und ihre Anregungen bereichern.

Durch den Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen und immer wieder neue Aufgaben bleibt das FSJ und der BFD bis zum letzten Tag spannend und abwechslungsreich. Sie sind ein Gewinn für alle Beteiligten und  eine große Chance für junge Leute zwischen Schule und Beruf.

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