Erzieherische Hilfen
dj – Die Jungenetage
Wohnangebot im Intensivbereich für sieben Jungen ab zehn Jahre mit Gewalt- und/oder Misshandlungserfahrungen (gemäß § 27, 34, 35a KJHG)
Zielgruppe
Zielgruppe
Jungen, die aufgrund massiver Gewalterfahrungen durch körperliche und/oder sexuelle Misshandlungen, psychischer und physischer Verwahrlosung und dem daraus resultierenden Verhalten auffällig geworden sind
Ziele
Ziele
Die Jungen werden in einen engem Rahmen betreut, der sie an eine geregelte Tagesstruktur heranführen soll, die regelmäßigen Schulbesuch, aber auch das Erlernen sinnvoller Freizeitgestaltung beinhaltet. Gleichzeitig wird an sozialen Auffälligkeiten, Deliquenz und insbesondere an dem Umgang mit Gewalt unter Hinzuziehung erlebnispädagogischer Elemente und Angebote gearbeitet.
Das Team
Das Team
Im Team arbeiten Dipl.-Pädagogen und Dipl.-Sozialpädagogen.
Lage und Umfeld
Lage und Umfeld
Die Lage: Die Jungenwohngruppe befindet sich in einem dreigeschossigen Wohnhaus auf der mittleren Ebene. Im Haus sind noch eine Kleinstgruppe für Mädchen mit Tendenz zur psychischen Erkrankung und eine koedukative Intensivgruppe für fünf Kinder untergebracht.
Das weitläufige Campus-Gelände sowie die Turnhalle, das Freizeitcafé und das Psychomotorikzentrum können genutzt werden.
Der Gruppe stehen auf 318 qm acht Einzelzimmer zur Verfügung, Wohnzimmer mit angrenzendem Balkon, Essbereich, Küche, Discoraum, Wasch-/Vorratsraum, Bad, Büro, Bereitschaftszimmer, Diele und Flur.
Alltag & Setting
Alltag & Setting
Die Wohngruppe dient mit einem klar geregelten Tagesablauf und einem umfassenden und transparenten Regelsystem den Heranwachsenden als Orientierungshilfe für die täglich wiederkehrenden Alltagsanforderungen. Von Seiten der Pädagogen wird für einen gewalt-, alkohol- und drogenfreien Raum gesorgt. Diese und weitere aktuelle Thematiken werden sehr oft in Gruppengesprächen mit den Jungen bearbeitet. Zum Teil werden täglich mehrere Gruppengespräche geführt, bis eine zufriedenstellende Klärung des Sachverhalts gewährleistet ist. Die Jungen erhalten immer wieder neue Chancen, an ihren Problematiken zu arbeiten, wobei sie die Erzieher als konfrontative und an ihrer Seite stehende Erwachsene erleben. Regelmäßige verpflichtende Sport- und Werkgebote sorgen zudem für Struktur und dienen dem Erlernen sinnvoller Freizeitbeschäftigung.
Das Wochenende dient denjenigen, die nicht beurlaubt sind, als intensive Kontaktmöglichkeit mit dem jeweiligen Erzieher. Neben vielseitigen Freizeit- und Abenteueraktivitäten wie Kletterangeboten, Fahrradtouren mit den gruppeneigenen Fahrrädern oder anderen aufwändigeren Freizeitunternehmungen bietet auch der Alltag Lern- und Erfahrungsfelder im handwerklichen Bereich oder rund ums Kochen und Backen. Kleinere und größere Erfolgserlebnisse ermutigen die Kinder und Jugendlichen, weitere Erfahrungen zu sammeln. Die Küche und der Essbereich haben einen besonderen Stellenwert für das Zusammentreffen, und es wird mit Ausdauer und vielen Gesprächen dort verweilt. Großer Wert wird in der Arbeit mit den Jungen auf eine enge Kooperation aller am Erziehungsprozess Beteiligten gelegt. Je nach Bedarfslage wird in diesem System verstärkt mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Institutionen wie der Polizei und diversen Beratungsstellen zusammengearbeitet.
Bereichsleitung: Gabriele Trojak-Künne
Horster Allee 5, 40721 Hilden, Fon : 02103-571-503
E-Mail: g.trojak-kuenne@graf-recke-stiftung.de
