Beruf und Schule (BUS)
– ein schulisches Angebot der Förderschule I und der Werkstätten der Graf Recke Erziehung & Bildung
Die Erweiterung des schulischen Angebots soll für Schülerinnen und Schüler, die es im Rahmen der Regelschulzeit nicht schaffen werden, einen HS-Abschluss zu erreichen, sowohl einen Einstieg in die Arbeitswelt eröffnen als auch, wenn doch noch möglich, eine Perspektive für einen schulischen Abschluss bieten.
Die Maßnahme wird als schulisches Ganztagesangebot geführt. Es werden vorhandene Strukturen der Zusammenarbeit (Schule / Arbeitsverwaltung/Werkstätten/Jugendhilfe) intensiv genutzt und weiter ausgebaut. Die schulische Förderung wird an 5 Wochentagen einen Umfang von zwei bis fünf Unterrichtsstunden täglich haben. Unterrichtsumfang und -verteilung für den möglichen Erwerb des HS-Abschlusses werden berücksichtigt.
Je nach Profil des sonderpädagogischen Förderbedarfs sollen
- die Werkstätten des Bereichs Erziehung und Bildung (Malerei, Schlosserei, Tischlerei, Garten- und Landschaftsbau, Wäscherei),
- Praktika bei der Jugendberufshilfe, DiFS (Dienstleistungs- und Servicegesellschaft der Graf-Recke-Stiftung), Aquin (Arbeit, Qualifikation, Inklusion,
- eine Maßnahme zur Ausbildungsqualifizierung des Bereichs Erziehung und Bildung der Graf-Recke-Stiftung) und geeigneten ortsansässigen Betrieben die schulische Förderung ergänzen.
Zielgruppe
Zielgruppe
Vorgesehen sind schulpflichtige Schülerinnen und Schüler mit anerkanntem sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie befinden sich im 10. Schulbesuchsjahr und zeigen in den zurückliegenden Monaten, dass auch im Rahmen einer Schulzeitverlängerung, keine realistische Perspektive hinsichtlich eines Schulabschlusses vorhanden ist. Die Jugendlichen benötigen eine individuell abgestimmte, intensive sonderpädagogische Förderung, im Hinblick auch und insbesondere auf die spätere berufliche Eingliederung, in folgenden Bereichen:
- Aufbau und Stabilisierung von Schlüsseltugenden (z. B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Durchhalte- und Anpassungs-vermögen)
- Erarbeitung von Verhaltensmustern, die in einem Ausbildungsbetrieb toleriert werden können, unter Berücksichtigung des besonderen persönlichen Profils des Jugendlichen
- Übung motorischer Schlüsselfertigkeiten im handwerklichen Bereich
- Vermittlung und Begleitung bei Schritten die geeignet sind Ausbildungsverhältnisse herzustellen
- Aufbau und Stabilisierung von Frustrationstoleranz
- Entwicklung von Wahrnehmungs- und Steuerungskompetenzen zur Konfliktbewältigung
- Schaffung einer vertrauensvollen Umgebung in der die Individualisierung des Arbeitsprozesses den Tagesablauf bestimmt
- Organisation und Begleitung kognitiver Lernprozesse zur Bewältigung des Curriculums
- Organisation und Gestaltung individueller kognitiver Lernprozesse für den HS-Abschluss
---
Ziele
Ziele
- Weckung der Bereitschaft, sich auf diese schulische Maßnahme einzulassen
- Entwicklung einer Alternative zur staatlichen Versorgungskarriere
- Entwicklung von Qualifikationen für ein Leben nach der sonderpädagogischen Förderung
- Persönlichkeitsstärkung durch den Erwerb sozialer Handlungskompetenzen, das Konkretisieren beruflichen Handelns und damit Weckung von Erfolgshoffnung, Reduzierung von Lebensangst
- Motivation zum Neuanfang nach vorherigem schulischen Scheitern
- Aufarbeitung berufsrelevanter Lernrückstände
- Hauptschulabschluss Klasse 9 (bei entsprechender Eignung)
Um die vorgenannten Ziele zu erreichen, kann von der Möglichkeit der Schulzeitverlängerung Gebrauch gemacht werden.
Fachkräfte
- 2 Sonderpädagoginnen bzw. –pädagogen unserer privaten Förderschule
- 3 Werkmeister der Werkstätten, mit pädagogischer Zusatzqualifikation
- Fachkräfte auf Honorarbasis
