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02. September 2010

Sommerfest in Hilden

Am Samstag steigt das traditionelle Sommerfest des ehemaligen...

01. September 2010

Orpheus im Kobold-Haus

Ein gern gesehener und gehörter Gast im Rahmen des jährlichen...

25. August 2010

Tierische Kunst

Kinder und Jugendliche stellen ihre Bilder im Bürgerhaus Hilden aus.

24. August 2010

Vortrag zum Thema Demenz

Dank der Unterstützung des Fördervereines finden im...

20. August 2010

"Sehr gut" für den Königshof

Die Mitarbeitenden des Seniorenzentrums Zum Königshof in...

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18. August 2010

Ein spanischer Sommer

Bei Caipirinha oder Tequila Sunrise, mit und ohne Alkohol, garniert von knallgrünen Limetten in einer sommerlich dekorierten Bar, die an Urlaub in fernen Ländern erinnerte, erlebte die Projektwoche „Sommerfrische“ im Walter-Kobold-Haus einen ihrer Höhepunkte. Beim gut besuchten Cocktailabend der U-60-Gruppe mit spanischen und und brasilianischen Rhythmen und bester Stimmung fühlte sich mancher der Gäste, Bewohner und Mitarbeiter zum Tanz beflügelt.

(sim) Was wurde geboten in dieser Woche, nach dem „Frühlingserwachen“ das zweite Jahresprojekt des Zentrums für Pflege und Rehabiltation in Wittlaer?

Bei gemischten Temperaturen stand alles Geschehen im Zeichen des Sommers. Gestartet wurde mit dem schon traditionellen und sehr beliebten Eiscafé, einem Gemeinschaftsprojekt des Bastelkreises der Kirchengemeinde und des Walter-Kobold-Hauses. Im Rahmen dieses ersten Highlights wurde der klassische Dreiklang von Schoko-, Vanille- und Erdbeereis sowie Eierlikör-Eisbecher angeboten. Dazu gab’s die alten und immer wieder gern gehörten und mitgesungenen Schlager von „Tina & Charly“, die mehrere Flaschen Eierlikör spendeten. Bewohner, die nicht im Café teilnehmen konnten, wurden mit Eis auf ihren Zimmern versorgt.

Auch der Alltag war während der Projektwoche sommerlich geprägt. Immobile Besucher wurden auf ihren Zimmern mit wohlduftenden Sommerastern begrüßt. Aus der „kleinen Küche“ erhielten sie Sinnesanregungen in Form von Obstspießen mit Schokolade aus dem Schokobrunnen, hergestellt unter Beteiligung der Bewohner wie in einem sommerlichen Schlaraffenland.

Erinnerungsarbeit ist ein wichtiges Element der jährlich stattfindenden Projektwochen: Hier brachten sich die Bewohner selbst mit ihren eigenen Erlebnissen ein. Mit visuellen Anreizen wurde das Thema „Sommerzeit ist Ferienzeit“ aufgegriffen: Wie sind wir damals verreist? Ein alter Reisekoffer, dekoriert mit Urlaubsfofos, aufgeklappt im Sand zwischen Muscheln und einer Palme, gefüllt mit Reisutensilien. Die alte Badehaube, der Schwimmreifen mit Schwanenhals, der Wasserball – die Utensilien wurden aus dem Koffer herausgenommen, gedreht und gewendet: Sich erinnern an früher, wie alles war und gekommen ist, und dann anders wurde.

Ein Kalender, alte Werbeplakate für Sonnencreme oder eine Strandordnung für Badegäste aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts animierten die Bewohner, sich an die vielen Sommer ihres Lebens zu erinnern. Sommerrätsel trainierten spielerisch das Gedächtnis. Beim Malangebot gab es Sonnenblumen als Anschauung zum Abmalen oder zum Nachempfinden. Oder: Wie verarbeitete man das oft reichliche Sommerobst? Selbst eingekochte Marmelade für den eigenen Verbrauch, zu verschenken oder zu verkaufen. 

Und schließlich fand ein kleiner Sommerausflug nach Kaiserswerth statt, um bei einem Eis am Rhein den Schiffen zuzusehen. 

Viele Fotos zeugen von der guten Stimmung, der Freude und dem großen Interesse der Beteiligten, die sich schon auf die nächste Projektwoche freuen.