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Doropark-Film ausgezeichnet
Frage: Was hat das Dorotheenpark Seniorenzentrum mit dem Grimme-Institut zu tun? Antwort: Es ist Schauplatz eines Kurzfilms, der jetzt von dem renommierten Institut mit dem ersten Platz beim Videowettbewerb „nrw.spot 2011“ ausgezeichnet wurde.
Michael Binz hat den Film über die „Phantom-Bushaltestelle“ am gerontopsychiatrischen Seniorenheim Haus Ahorn im Dorotheenpark gedreht und beim Videowettbewerb „nrw.spot 2011“, der vom Marler Grimme-Institut, der Dortmunder Kreativschmiede „ecce“ und ihrer Tochter „2010LAB.tv“ ins Leben gerufen wurde, den ersten Preis gewonnen. Binz’ dreiminütiger Beitrag „Placebus“ wurde jetzt im Rahmen der Marler Tage der Medienkultur 2011 im Grimme-Institut ausgezeichnet.
Beim Wettbewerb „nrw.spot 2011“ bestand die besondere Herausforderung darin, eine Geschichte aus dem größten deutschen Bundesland in maximal drei Minuten zu erzählen. Binz überschrieb seinen Film mit dem Untertitel: „Eine dokumentarische Miniatur über eine Bushaltestelle und ihre skurrilen Ereignisse, die geschehen, wenn der Busfahrer Godot heißt.“
Im Haus Ahorn, einer gerontopsychiatrischen Facheinrichtung für Senioren mit großem Bewegungsdrang und hohen Sicherheitsansprüchen, stehen 119 geschlossene Plätze zur Verfügung. Die Idee der „Phantom-Bushaltestelle“ in der großzügigen Gartenanlage des Hauses erklärt Binz in seinem Film im Nachspann so: „Immer mehr Demenzpflegeheime entscheiden sich für den Bau einer Phantom-Bushaltestelle. Dank dieser Einrichtung haben die an Alzheimer erkrankten Bewohner die Möglichkeit, in ihre Erinnerung zu reisen, ohne sich dabei zu verlaufen. Sie vergessen, dass der Bus niemals kommt, haben aber dafür das Gefühl, zu jeder Zeit überall hin zu können.“
Damit die Bewohner des Hauses künftig auch bei schlechterem Wetter an der Bushaltestelle sitzen können, möchte Einrichtungsleiter Michael Zieger sie gerne mit einem Wartehäuschen ausstatten. Dabei ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen (weitere Infos auf unserer Spendenseite).
Bericht zur Preisverleihung auf den Seiten des Grimme-Instituts.
Das Video ist hier aufrufbar.
