Die Ombudsstelle
– was, wer, wie und warum?

Dietmar Redeker und Michael Buntins sind die Ombudsmänner im Geschäftsbereich Erziehung & Bildung. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dieser Ombudsstelle gibt Pfarrer Redeker im Kurz-Interview.

Was ist ein Ombudsmann?

Wir sind unparteiische und verschwiegene Berater. Wir  unterstützen diejenigen, die sich an uns wenden, ihr Anliegen vorzubringen. Und wir helfen ihnen anwaltschaftlich, ihre Rechte zu vertreten. Ganz wichtig ist, dass wir über die Anliegen nicht mit Dritten sprechen. Ausnahme:  Wenn der Beschwerdeführer zustimmt, dann reden wir auch mit anderen Betroffenen und suchen eine Klärung.

Was macht ein Ombudsmann?

Was wir als Ombudsleute machen, das beschreibt gut das Plakat, das in allen Wohngruppen der GREB aushängt. Dort heißt es unter der großen Überschrift „Beschwerdestelle“:  „Was kann ich tun, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle? Wenn Du den Eindruck hast, man habe Dich ungerecht behandelt, dann klärst Du das am besten mit demjenigen, den das angeht. Manchmal lässt sich das Problem so nicht lösen. Wenn Du den Eindruck hast, Dein Anliegen würde nicht ernst genug genommen, kannst Du Dich an die Teamleitung, die Fachaufsicht oder die Fachbereichsleitung wenden und Dich beschweren… Manchmal lässt sich das Problem aber auch so nicht lösen. Deshalb gibt es eine Beschwerdestelle, an die Du Dich wenden kannst. Hierfür steht Dir eine Vertrauensperson zur Verfügung, der »Ombudsmann« im Geschäftsbereich Erziehung & Bildung. Dies ist Pfarrer Dietmar Redeker oder sein Vertreter Michael Buntins.“

Wer wendet sich an den Ombudsmann?

Alle Kinder und Jugendlichen in der Graf Recke Stiftung, deren Angehörige, die Mitarbeitenden sowie andere Menschen, die mit unserer Jugendhilfe Kontakt haben.

Werden die Obmudsleute  häufig angefragt?

Wir hatten bisher zehn Fälle. Einige ließen sich in einem Gespräch erledigen, andere benötigten mehrere Kontakte. Dazu gab es einige Gespräche zwischen Tür und Angel, die etwa so verliefen: „Ach, Sie sind doch der Mann für die Beschwerden, oder?“ „Ja, das bin ich. Und wer bist Du? … Hast Du denn eine Beschwerde, über die Du mit mir sprechen möchtest?“ „Nööö… . Aber wenn, dann weiß ich ja jetzt, mit wem ich reden kann.“ Zehn Fälle - das ist nicht sehr viel. Wir haben uns gefragt, ob die Hemmschwelle für den Anruf bei uns zu hoch ist. Und haben uns deswegen Verstärkung gesucht: Florian Simon und Niclas Ehrenberg, die beide in den Wohngruppen Graf Recke Stiftung leben, habe sich als junge Verbindungsleute zur Beschwerdestelle zur Verfügung gestellt. Sie können – ähnlich wie ein Klassensprecher – erster Ansprechpartner für Jugendliche sein und dann den Kontakt zu uns vermitteln. Allerdings sind auf diesem Wege  bisher noch keine Kontakte zustande gekommen. Es könnte sein, dass es keinen großartigen Anlass zu Beschwerden gibt. Aber das halten wir für unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass Beschwerden auch ohne die Ombudstelle geregelt werden können. Der Weg dazu wird ja auf dem Plakat der Beschwerdestelle beschrieben: „Wenn Du den Eindruck hast, man habe Dich ungerecht behandelt, dann klärst Du das am besten mit demjenigen, den das angeht. Wenn das nicht reicht, kannst Du Dich an die Teamleitung, die Fachaufsicht oder die Fachbereichsleitung wenden und Dich beschweren.“  Und außerdem: Auch  bei anderen Ombudstellen in vergleichbaren Einrichtungen bewegt sich die Zahl der Beschwerden sich in ähnlichen Größenordnungen. Es scheint also normal so zu sein.

Wozu braucht es also Ombudsleute?

Wir denken, dass es wichtig ist, dass unsere Kinder und Jugendlichen wissen und fühlen: „Wenn ich mich bei jemand beschweren will, der verschwiegen ist, dann kann ich das.“ Dieses Gefühl gibt Kraft. Auch wenn man die Möglichkeit nicht wahrnimmt.

Worüber beschweren sich die Kinder oder Eltern?

Das unterliegt der Verschwiegenheit. Daher bekommen Sie auf diese Frage leider keine Antwort.

So erreicht man die Beschwerdestelle:

Unter der Ombudnummer 0151/65 65 18 09 oder per E-Mail an ombud@graf-recke-stiftung.de

Man uns auch persönlich ansprechen oder den Weg über die jugendlichen Verbindungsleute wählen:
Florian Simon, 0211/9407377.

Das Plakat Ombudsstelle als Download.