Pflege international

Seit 2014 beschäftigt sich der Geschäftsbereich Wohnen & Pflege mit der Gewinnung von Pflegefachkräften aus dem europäischen Ausland. „In Vorbereitung auf diese Thematik haben wir Informationsbroschüren in den Sprachen Griechisch, Polnisch und Spanisch erstellt“, berichtet Geschäftsbereichsleiter Joachim Köhn. „Wir haben Aufgabenbereiche von Pflegeassistenten und Pflegefachkräfte in die jeweilige Landessprache übersetzt, ebenso unseren Arbeitsvertrag.

Eine Agentur aus Köln vermittelt Pflegefachkräfte aus Griechenland.“ Sein Fazit:  „Hier hat sich eine sehr positive und konstruktive Zusammenarbeit entwickelt. Da wir nicht in Not waren, was unsere Stellenbesetzung betraf, konnten wir uns in aller Ruhe mit dieser Thematik auseinandersetzen und alle Leitungsebenen im Geschäftsbereich mit einbinden.“

„Wir führen mit den Interessenten ein ersten Kennenlern-Interview“ über das Internet via Skype. Sind unsere Eindrücke positiv, laden wir die Bewerber nach Deutschland ein“, erzählt Joachim Köhn. Schon am Tag der Anreise findet ein Bewerbungsgespräch statt, dann haben die potenziellen (oder Bewerber) Kollegen die Gelegenheit, in einer Einrichtung zu hospitieren. „In einigen Fällen, sind die Bewerber nicht mal mehr nach Hause gefahren, sondern wurden sofort eingestellt!“ Inzwischen arbeitet in jeder der fünf Einrichtungen der Graf Recke Wohnen & Pflege mindestens eine Mitarbeiterin aus dem europäischen Ausland. Vier von ihnen haben inzwischen ihre Anerkennung als Pflegefachkraft erhalten.

„Ein wesentlicher Unterschied bei der Einstellung dieser Mitarbeiter ist natürlich, dass wir uns nicht nur um die Einarbeitung kümmern müssen, sondern auch um die Integration“, betont der Geschäftsbereichsleiter. So bekommen die neuen Kollegen einen Paten an die Hand, der ihre Landessprache spricht, der sie in den ersten Tagen und Wochen in Deutschland begleitet. „Außerdem finanzieren wir einen Sprachkurs, sodass jeder mindestens das B2-Niveau erreicht.“Insgesamt zieht Joachim Köhn ein sehr positives Fazit: „Die Kollegen fühlen sich gut angenommen. Und wir können uns über fachlich sehr gute und engagierte neue Kollegen freuen.“