Wohngruppe Eibe

Therapeutische Behandlungsgruppe für Jungen unter 14 Jahren mit sexuell grenzverletzendem Verhalten auf dem Campus Düsseldorf-Wittlaer

Kurzvorstellung In diese Gruppe werden Jungen aufgenommen, deren Persönlichkeit / Verhalten Täterstrukturen befürchten lässt und die noch strafunmündig oder als nicht verantwortungsreif begutachtet sind. Die Wohngruppe liegt auf dem Wittlaerer Campus. Konzeptionell sind neben den pädagogischen Stellen je 0,5 Stellen für familien- und gruppen-/einzeltherapeutische Maßnahmen besetzt. Die Pädagogen gewährleisten im Schichtdienst 24 Stunden (einschließlich Nachtbereitschaften) Aufsicht und Betreuung in einem milieutherapeutischen Rahmen, der sozialtherapeutische und heilpädagogische Elemente verbindet. Die hohe Betreuungsdichte äußert sich sowohl in der Wahrnehmung der erheblich erhöhten Aufsichtspflicht, der gezielten Gestaltung von Gruppenatmosphäre und -situation, als auch in individueller Förderung

Zielgruppe und Ziele Da von diesen Jungen unter Umständen erhebliche Gefahr ausgehen kann, werden sie von Anfang an in Gruppentherapie und Einzelsettings eingebunden. Hier sind auch Deliktarbeit und Prävention wichtige Inhalte, ebenso aber Selbstwert, Bindung und Zukunftsperspektive.
Die Gruppe wird sehr intensive Hilfestellungen, oft auch über längere Zeiträume, geben müssen.
Unsere Grundeinstellung gegenüber den Jungen ist: Wir achten und schätzen Dich als Menschen, und wir trauen Dir Verantwortlichkeit zu. Wir verurteilen das, was Du getan hast und wollen Dir helfen, es nicht wieder zu tun.
Die Voraussetzung dafür schafft unser Angebot der verlässlichen Beziehung. Darüber hinaus ermöglicht ein sehr differenziertes, erlebnispädagogisch orientiertes Konzept rasche Erfolgs- und Kompetenzerlebnisse, bringt die Anerkennung der Gruppe und steigert das Selbstwertgefühl. Sexualpädagogik ist natürlich ständig präsent.
Um dem Risiko von weiteren sexuellen Übergriffen zu Beginn der Behandlung entgegenzuwirken, wird die Beschulung durch die einrichtungsinterne Förderschule gewährleistet

Angebot Im Zentrum der Hilfe steht das Kind. Gerade Jungen, die bereits im Alter von 10 bis 13 Jahren sexuelle Übergriffe begehen, werden in den weitaus meisten Fällen selbst sexuelle Gewalt, zumindest aber – aus systemischer Sicht –  zu rigide oder zu diffuse Erfahrungen mit Grenzen in jeglicher Form gemacht haben. Bei einem solchen Verschwimmen der Grenze zwischen Opfer- und Täteranteilen kann eine Behandlung nicht eng auf Deliktarbeit fokussiert sein. Kinder sind in aller Regel noch eng an ihre Familie gebunden und gerade in Inzestfamilien meist in besonders schädlicher Weise verstrickt. Diese Kinder erleben durch die Hilfe einen schweren Loyalitätskonflikt. Deshalb treten wir den Eltern mit Respekt gegenüber, den die Jungen auch spüren können. Gleichzeitig vertreten wir in unserer Arbeit mit den Familien entschieden das Prinzip der Offenheit, um künftigem Missbrauch vorzubeugen.

Personal Sozialpädagogen/innen und  Erzieher/-innen, Diplom-Pädagogen, Fachpädagogen für Psychotraumatologie, Familientherapeutin, Kinder- und Jugendtherapeut

Mehr Infos im Flyer

Zum Überblick über die stationären Intensivangebote I

Fachaufsicht

Christoph Bauerhorst
Einbrunger Str 82
40489 Düsseldorf
Fon: 0211 4055-2403
E-Mail: c.bauerhorst@graf-recke-stiftung.de