Arbeitsgemeinschaft und Förderangebote

Arbeitsgemeinschaften

Im Nachmittagsbereich können die Schüler an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen. Zu Beginn jedes Halbjahres entscheiden sie sich zwischen Fußball, Kochen , Klettern, Tischtennis, Förderunterricht, Musik, Werken, Umwelt, Terra-X oder Ballspielen.

Unterrichtsinhalte

In unserem Unterricht spielt Kunst und Projektarbeit eine wichtige Rolle, weil sie die Schüler ganzheitlich ansprechen, ihrem Bewegungsdrang entgegenkommen und ihn gestalterisch tätig sein lassen. 

Schulbücherei

Einer der wenigen Orte, in der sich kein großer Tumult innerhalb der Schule abspielt. Hier kann sich jeder zurückziehen, der eine Pause braucht, lesen will oder einfach privat mit seinen Freunden quatschen will. Hier gibt es Bücher und Hefte zu fast allen erdenklichen Themen und die Sammlung wächst stetig weiter. Von Comics über Wissensbücher bis hin zu spannenden Romanen findet hier fast jeder etwas, für das er sich interessiert. Aber auch einen schönen Ort zum Zurückziehen und Entspannen kann dieser Raum bieten, wenn die jeweiligen Regeln dazu eingehalten werden. Diese befinden sich übrigens links oberhalb der Tür zum Eingangsbereich. Falls ihr jetzt Lust habt, euch dorthin zu bewegen, zu entspannen, zu lesen etc.: Jeder ist willkommen!
(Dominik Sch.,8.Klasse)

Lerntherapeutin

Unser sonderpädagogisches Angebot wird durch die Lerntherapeutin erweitert. Sie fördert in Einzelarbeit die Schüler in den Kernfächern Mathematik und Deutsch unter Anwendung neuester wissenschaftlich anerkannter Methoden. Auf diese Weise können relativ schnell Lernfortschritte erzielt werden. 

Selbstfindung durch Musik

Das Projekt richtet sich sowohl an Kinder ohne musikalisches Vorwissen, als auch an solche, die Hip Hop Musik tagtäglich hören und sich mit den Künstlern und ihren Texten identifizieren.

Für alle Kinder gibt es zu Beginn einen kleinen Einführungskurs in die Geschichte des Hip Hop um den wahren Geist dieser Kultur zu erfassen. Hier geht es nämlich nicht um die Frage wer denn der Härteste ist, wer den dicksten Wagen fährt oder das meiste Geld besitzt. Die Wurzeln des Hip Hop liegen eher in der Benennung sozialer und auch tagtäglicher Missstände, mit denen sich besonders Minderheiten auseinandersetzen müssen. Ausgrenzung, Zukunftsängste, Träume etc. sind die Themen die zu einer Entstehung dieser, inzwischen größten, Musikbewegung führten. Sind die Wurzeln bekannt geht es an die Arbeit.

Die Kinder, die noch keine Erfahrungen haben, werden langsam durch gemeinsames Hören bekannter und aktueller Lieder, zum Beispiel aus Radio und TV eingeführt. Durch die Kommunikation über die Musik und die Musiker soll eine Vertrauens- und Diskussionsbasis geschaffen werden, die es den Kindern erlaubt sich zu öffnen und über eigene Ziele, Träume, Wünsche, Moralvorstellungen und vieles mehr zu sprechen.

Zusammen einigt man sich dann auf ein Stück, welches in Karaoke Form mit gerappt wird. So sollen die Kinder das Prinzip von Sprechgesang erlernen und sich die nötigen Fähigkeiten, wie z.B. Atemtechniken, Aufbau von Texten und Reimstrukturen, Schritt für Schritt erarbeiten. Die Kinder, die bereits Erfahrungen besitzen, schreiben eigene Texte zu bekannten Instrumentals. Das Schreiben eigener Texte bietet einen sehr guten Zugang zu den Kindern, den man sonst vielleicht in dieser Qualität so nicht bekommen würde. Hier können sie sich alles von der Seele schreiben was sie bedrückt, was sie sich wünschen und das ohne uncool zu wirken, da es ihre Idole genau so machen. Außerdem soll durch die Arbeit beim Schreiben eigener Songtexte auch eine Selbstreflexion stattfinden über die eigene Person und über die eigenen Lebensverhältnisse.

Unser Schulhund Siobhan

Seit Juni 2011 hat das Kollegium der Schule I der Graf Recke Stiftung Verstärkung bekommen. Durch einen Beschluss der Schulkonferenz wurde das Team der Schule erweitert durch eine Lehrerin auf vier Pfoten: Siobhan (ein irischer Mädchenname, gesprochen Schiwonn) stand vom ersten Tag an im Mittelpunkt der Schülerschaft. Gerade einmal zehn Wochen alt – geboren am 15. April 2011) – lernte sie ihr zukünftiges Arbeitsfeld in all seinen Facetten von Welpenbeinen an kennen.

Die meisten Schüler sind begeistert und es entstehen immer wieder zahlreiche Gespräche über Hunde, Tiere im Allgemeinen, Pflege und Erziehung von Hunden, Ernährung, Haltung, Krankheiten et cetera. Die Schüler tauschen ihre eigenen Hundeerfahrungen aus, meist in den Pausen auf dem Schulhof oder im Flur auf dem Boden hockend und dabei immer auf der Suche nach engem Kontakt zum Hund.

Siobhan reagiert auf alles mit größter Gelassenheit und lässt sich nur zu gerne von allen streicheln. Diese durchweg positiven Erfahrungen gaben auch mir als Hundehalterin von Anfang an viel Rückendeckung, denn es entfalteten sich natürlich im Laufe der ersten Monate auch einige Probleme, so zum Beispiel im Hinblick auf die Akzeptanz im Kollegium sowie in Bezug auf meine eigene Beweglichkeit innerhalb des Schulalltags. Selbstverständlich entstehen im Zusammenhang mit der Hundehaltung immer wieder kleinere Kollateralschäden, wie etwa mal ein Hundehaufen auf dem Sportplatz (werden sorgfältig jedesmal entsorgt), Bellen zu unangemessenen Zeiten, manchmal auch Allergiefragen oder ähnliche Probleme. Auch für mich als Hundehalterin war die Umstellung auf eine Hundebegleiterin zunächst ziemlich groß.

Insgesamt waren diese drei ersten Jahre mit meinem Hund an der Schule aber geprägt durch viele, positive Erfahrungen und Erlebnisse. Fast alle Schüler, auch die Großen, sind nach wie vor begeistert von Siobhan: Sie suchen ihre Nähe, spielen mit ihr oder machen einen Hundeführerschein im Rahmen der Tier-AG.

Ein Hund als zusätzliche Unterstützung unserer pädagogischen Arbeit ist inzwischen an unserer Schule selbstverständlich geworden. Während der Konferenz suchen auch manche KollegInnen unter den Tischen nach Siobhan, um sie streicheln zu können. Ein gebuddeltes Loch im Garten ist kein Drama mehr, denn man schüttet das Loch hinterher einfach wieder zu. Diese Selbstverständlichkeit, mit der meine Hündin Siobhan und auch meine Arbeit mit ihr heutzutage in der Schule auf- und angenommen ist, freut mich sehr und bestätigt meine Vermutung, dass Tiere in unserem Leben eine ungeheuer wichtige pädagogische Aufgabe zu erfüllen haben, die wir unbedingt schätzen lernen sollten.

(Gundula Eising)