Förderschule – was macht den Unterschied?

Wir wissen, dass es Phasen im Leben von vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt, in denen sie nicht in der Lage sind, so zu "funktionieren" wie wir Erwachsenen das vielleicht gerne hätten. Manchen gelingt es trotz dieser schweren Phasen die Anforderungen zu meistern, die in der Schule an sie gestellt werden. Anderen gelingt dies weniger gut, so dass der schulische Alltag für sie schwer, manchmal sogar unerträglich ist. Schlechte Noten, ständige Reibereien, Ärger mit den Mitschülern oder den Lehrern, keine Lust mehr auf Schule, "morgens nicht mehr aus dem Bett kommen" oder "nicht in der Schule ankommen" (oder einfacher: Verspätungen und Fehlzeiten) häufen sich. Manchmal geht in der Schule auf einmal gar nichts mehr, und trotz aller Bemühungen und Hoffnungen sind Eltern und manchmal auch Lehrer ratlos.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken sind in unserer Schule die Klassen wesentlich kleiner. Die Schüler werden nicht von ständig wechselnden Fachlehrern unterrichtet, sondern haben eine Klassenlehrerin oder einen Klassenlehrer, oft sogar 2 Lehrer in einer Klasse. Dies gewährleistet einen intensiveren Umgang mit den Schülern: sich kennenlernen, den Jugendlichen verstehen mit dem was ist, schauen was jeder braucht um sich entwickeln zu können, Zeit für Gespräche. Das steht bei uns an allererster Stelle.

Das heißt nicht, dass an unserer Schule nicht genügend gelernt wird. Wir führen jedes Jahr Schüler zum Abschluss, nehmen mit Erfolg seit Jahren an den zentralen Abschlussprüfungen teil, die Voraussetzung für den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 sind – und die unsere Schüler allesamt bestanden haben.

Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind ausgesprochen erfahren im Umgang mit jungen Menschen, die gerade in Schwierigkeiten stecken und das ja manchmal auf eine Weise zum Ausdruck bringen, die andere Menschen abschrecken kann.

Wir wissen auch, dass die Voraussetzungen stimmen müssen, damit ein Jugendlicher wieder motiviert ist. Wenn ein Schüler mit anderen Dingen beschäftigt ist oder es in seinem Leben gerade nicht so rund läuft, wenn er keine Lust auf Schule hat oder sich sogar dagegen wehrt, werden weder die Eltern noch wir den Schüler zum Lernen oder zu gutem Verhalten zwingen können. So ist es uns besonders wichtig, eine gute Atmosphäre in den Klassen zu schaffen, damit die Jugendlichen sich mit ihren Problemen angenommen fühlen können. Gleichzeitig ist es uns sehr wichtig, dass die Schüler unserer Schule lernen, Selbstverantwortung für ihr Leben und damit auch für ihr Lernen zu übernehmen.

Schulen der Graf Recke Stiftung

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