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Arbeitsweise der Graf Recke Sozialpsychiatrie & Heilpädagogik

Niemand soll aufgrund seiner Herkunft, Kultur oder Religion ausgegrenzt werden. Das gehört zum Selbstbild offener demokratischer Gesellschaften. Bei allen Problemen in der Verwirklichung von Gleichstellung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen gilt das als selbstverständlich. Die Teilhabe von Menschen mit Handicaps dagegen ist in Deutschland nicht so selbstverständlich. Nun gibt es ein Bundesgesetz zur Teilhabe in Deutschland als notwendiges Resultat der UN-Behindertenrechtskonvention: das Bundesteilhabegesetz (BTHG).

Bedeutung des Bundesteilhabegesetzes im Geschäftsbereich Sozialpsychiatrie & Heilpädagogik

  • Die Behindertenrechtskonvention der UN fordert die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung: Teilhabe ist ein Menschenrecht.
  • Das Ziel einer größtmöglichen Teilhabe berührt alle Bereiche des täglichen Lebens: Wir schaffen aktiv Begegnungsmöglichkeiten, um die Teilnahme an inklusiven Angeboten zu ermöglichen und zu fördern; mithilfe von Trainings möchten wir dem Klienten darauf vorbereiten, sich (wieder) alleine in seinem Umfeld und darüber hinaus zu bewegen und sich einzubringen. 
  • Betroffene sind Experten in eigener Sache: Ihre Mitbestimmung ist ein wichtiger Baustein der Eingliederung und wird gezielt gefördert. 
  • Im Zentrum des Hilfesystems steht die Person, welche der Hilfe bedarf, nicht das Hilfesystem: Die institutionellen Regeln und Abläufe der begleitenden Einrichtung stehen weitestgehend hinter den individuellen Bedürfnissen des Klienten zurück.
  • Die Betreuung der Klienten ist eine respektvolle Begleitung; Transparenz all unser Maßnahmen ist Standard.
  • Unser Augenmerk gilt dem Menschen, der im Sinne des Normalitätsprinzips seine eigenen Schwerpunkte setzt: Auch in der Begleitung eines gesetzlichen Betreuers bleiben Menschen mit Teilhabeeinschränkungen selbstbestimmt und dürfen selbstständig über ihr Leben entscheiden. 

Mehr Inklusion und Normalität für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen

Das Bundesteilhabegesetz, das seit 2017 sukzessive in Kraft tritt und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland erreichen soll, „schließt in der Konsequenz auch eine echte Wahlfreiheit mit ein“, sagt Geschäftsbereichsleiter Reimund Weidinger im Interview für die recke:in 3/2017. „Wir stehen erst am Anfang eines Prozesses mit gewaltigen Umwälzungen, aber das Ziel ist klar: mehr Inklusion und Normalität für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen. Das Bundesteilhabegesetz wird uns helfen, Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zusammenzubringen. Menschen mit psychischer Erkrankung und geistiger Behinderung wollen und müssen wir ermutigen, sich selbst auch einzumischen und ihre Fähigkeiten zur Selbsthilfe zu stärken.“

Das ganze Heft „Teilhabe ermöglichen“ (recke:in 3/2017) finden Sie auf unserer Homepage.