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Coronaprämie für die Mitarbeitenden der Graf Recke Stiftung

|   Stiftungsverbund

Kurz vor der Adventszeit eine frohe Botschaft für die Mitarbeitenden der Graf Recke Stiftung: Alle erhalten mit der Lohnzahlung für Dezember eine Coronaprämie. Die Sonderzahlung wird nach Entgeltgruppen gestaffelt und kann für die unteren Tarifgruppen bis zu 600 Euro betragen. Das ist das Ergebnis eines Beschlusses der Arbeitsrechtlichen Kommission Rheinland-Westfalen-Lippe (ARK-RWL). Die vereinbarte Zahlung erhalten alle Mitarbeitenden von Kirche und Diakonie, die im Tarif BAT-KF arbeiten. Damit folgt die ARK-RWL einer Regelung im Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVöD) von Ende Oktober.

 

Bis zu 600 Euro Coronaprämie – so der Beschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission Rheinland-Westfalen-Lippe (ARK-RWL). „Wir freuen uns für unsere Mitarbeitenden, dass damit ihr hoher Einsatz in diesem von Corona geprägten Jahr honoriert wird“, so Pfarrer Markus Eisele, Theologischer Vorstand (rechts im Bild mit Pandemiekoordinator Marek Leczycki). Ein wenig überraschend sei der Tarifabschluss dennoch gekommen, ergänzt Finanzvorstand Petra Skodzig (links im Bild). Sie betont: „Wir müssen nun sehr kurzfristig erhebliche Mittel für diese Zahlung bereitstellen.“ Leider könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Kostenträger die zusätzlichen Aufwendungen ausgleichen. Damit müsse die Stiftung die zusätzliche Belastung alleine tragen.

Die Corona-Sonderzahlung ist für viele Mitarbeitende steuer- und sozialversicherungsfrei. Wer allerdings bereits die Coronaprämie der Bundesregierung für Beschäftigte in der Altenhilfe in Höhe von 1.500 Euro erhalten habe, müsse auf die Sonderzahlung Steuern und Abgaben entrichten.

INFO

Die Arbeitsrechtliche Kommission Rheinland-Westfalen-Lippe (ARK-RWL) regelt selbstständig Fragen der Entgelte für die Angestellten in der Evangelischen Kirche im Rheinland und in Westfalen. In ihr sind Arbeitgebende der  Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und von  Westfalen (EKvW) und der  sowie Arbeitnehmende des Verbandes Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VKM) paritätisch vertreten. Aufgrund des vom Grundgesetz garantierten Selbstbestimmungsrechts der Kirchen ordnen diese ihre Angelegenheiten im Rahmen der für alle geltenden Gesetze selbst. Der Dritte Weg unterscheidet sich vom Ersten Weg (einseitige Arbeitgeberbedingungen) und vom Zweiten Weg (Tarifverträge nach staatlichem Recht) dadurch, dass Kirche und Diakonie nicht von einem Interessengegensatz zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ausgehen, sondern von dem christlich geprägten Gedanken einer Dienstgemeinschaft aller Beschäftigten.

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