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Das Virus im Griff?

|   Stiftungsverbund

In den Einrichtungen der Graf Recke Stiftung gehen die Coronatests weiter. Nach regelmäßigen Tests in den Einrichtungen der Graf Recke Wohnen & Pflege in Düsseldorf-Unterrath wurde nun erstmals im Walter-Kobold-Haus in Wittlaer getestet. Die Proben von 70 Bewohnerinnen und Bewohnern waren allesamt negativ.

„Die Coronapandemie ist ein Marathon, kein Sprint“, hat Marek Leczycki von Anfang an betont. Seit März koordiniert er als Pandemiekoordinator der Graf Recke Stiftung alle Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Und auch wenn Deutschland sich angesichts sinkender Infektionszahlen zunehmend lockerer gemacht hat, sieht er erst den kleineren Teil des Weges durch die Pandemie absolviert. Doch so wie Deutschland bisher vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen ist, so sieht Leczycki auch die Graf Recke Stiftung gut aufgestellt. Wesentliches Instrument seien natürlich die frühzeitig ergriffenen Maßnahmen gewesen, doch seit Ende Mai hat der Pandemiekoordinator ein weiteres Instrument in der Hand: Reihentests in den stationären Einrichtungen der diakonischen Stiftung aus Düsseldorf.

Schutz durch Masken wirkt

Die Graf Recke Stiftung hat sich frühzeitig für Reihentests auf das Coronavirus eingesetzt. Doch Finanzierungsfragen erschweren vielerorts die Umsetzung und die Sorge vor Ergebnissen, die den gesamten Betrieb einer betroffenen Pflegeeinrichtung lahmlegen könnten, motiviert nicht jede Einrichtung, Reihentests durchzuführen. Pandemiekoordinator Marek Leczycki hält diese aber für ein wesentliches Instrument, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. „Die Reihentests geben Auskunft über Infektionen, die aufgrund ihres asymptomatischen Verlaufs unentdeckt geblieben wären und zur weiteren Verbreitung beigetragen hätten“, so Marek Leczycki. "So aber können wir hier bewusst gegensteuern." Als wichtigste Erkenntnis der Reihentests betrachtet er den Einsatz der Atemschutzmaske der Filterklasse 2, kurz FFP2. "Seit der zweiten Testreihe konnte ich signifikant feststellen, dass es keine Übertragung von Mitarbeitenden auf Bewohner gab. So konnten wir, auch wenn das Virus noch vereinzelt durch Mitarbeitende von außen hereingetragen wurde, unsere Bewohner und Klienten schützen."

Bei der ersten Reihentestung in stationären und ambulanten Angeboten in Unterrath Ende Mai gab es 14 positive Befunde, davon acht Mitarbeitende. 30 Prozent des Personals im Seniorenzentrum Zum Königshof mussten in Quarantäne geschickt werden – sowohl die infizierten Personen als auch deren Kontaktpersonen. Um diese Herausforderung zu meistern, werden die Tests im Walter-Kobold-Haus zeitversetzt in den Wohnbereichen und Etagen durchgeführt. In der ersten Reihe wurden 70 Bewohnerinnen und Bewohner getestet – zur Erleichterung aller gab es keine einzige Infektion.

Nun geht es im Walter-Kobold-Haus weiter, in Unterrath wurde bereits die vierte Testreihe durchgeführt, bei der es zuletzt keine bestätigten Infektionen mehr gab.

Aktuell gibt es zurzeit in der Graf Recke Stiftung fünf infizierte Personen. Allen geht es gut und sie zeigen keine Symptome.

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