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Trauer im Haus Buche, aber: "Das Schlimmste ist überstanden"

|   Stiftungsverbund

Nach dem bislang heftigsten Ausbruch des Coronavirus im Seniorenheim Haus Buche hat sich die Lage laut Pandemiekoordinator Marek Lezcycki etwas entspannt. Das Seniorenheim wurde gestern Mittag aus der Quarantäne entlassen. Dennoch überwiegt die Traurigkeit: Insgesamt acht Bewohnerinnen und Bewohner sind in den vergangenen Wochen im Haus Buche am oder mit dem Virus verstorben.

"Das Virus hat im Haus gewütet", sagt Pandemiekoordinator Marek Leczycki, gleichzeitig Leiter der drei Senioreneinrichtungen im Dorotheenviertel Hilden. Insgesamt 33 Bewohner waren mit dem Coronavirus infiziert, nachdem Ende November ein neu aufgenommener Bewohner im Haus Buche positiv getestet worden war. Auch waren 14 Mitarbeitende positiv gestestet worden. Weitere Antigentests zeigten gestern keine positiven Ergebnisse mehr. "Das Schlimmste ist überstanden", sagt Leczycki. Dennoch liege auf dem Seniorenheim eine große Last: Insgesamt acht Bewohner sind im Zuge des Ausbruchs gestorben. Bei zwei Senioren war das Virus todesursächlich. Es sind die beiden ersten Opfer des Coronavirus in der Graf Recke Stiftung. Der Vorstand der Graf Recke Stiftung zeigte sich betroffen über den Ausbruch im Haus Buche: „Das sind traurige Nachrichten. Wir fühlen mit allen, die trauern, Familien, Freunde und Mitarbeitenden, die unsere Bewohner betreut haben.“

Aktuell befinden sich noch acht Bewohner in ihren Zimmern in Quarantäne, die bei den PCR-Reihentests am 15. Dezember noch positiv getestet worden waren, die Quarantäne soll am Mittag des Heiligabends aufgehoben werden. Auch sind noch sechs Mitarbeitende des Hauses in Quarantäne. Andere sind bereits wieder entlassen und in den Dienst zurückgekehrt.

Derweil meldet das Pflegezentrum Walter-Kobold-Haus in Düsseldorf-Wittlaer die Infektion eines Bewohners und eines Mitarbeitenden. Dies ist das Ergebnis der in allen Einrichtungen der Graf Recke Wohnen & Pflege stattfindenden Schnelltests. Mitarbeitende werden alle drei Tage, Bewohner möglichst wöchentlich getestet. Die Tests können von Mitarbeitenden durchgeführt werden, die Ergebnisse liegen kurz danach vor. So können bei positiven Ergebnissen umgehend die üblichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen werden. Wie in den Senioreneinrichtungen wird auch in den "besonderen Wohnformen" der Graf Recke Sozialpsychiatrie & Heilpädagogik getestet. Hier sind aktuell ein Klient und ein Mitarbeitender mit positivem Testergebnis in der Quarantäne.

Auch in der Kita an der Graf Recke Kirche in Düsseldorf-Wittlaer wurde eine Mitarbeiterin positiv getestet. Da die Kitas nun auch in die Ferien gehen, seien hier zunächst seitens der Einrichtung keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen.

In der Wohngruppe Kido, einer Intensivgruppe im Dorotheenviertel Hilden, waren insgesamt vier Kinder und zwei Mitarbeitende positiv getestet worden. Inzwischen haben die Tests bei Kindern und MItarbeitenden kein Infektionsgeschehen mehr ausgewiesen, sodass eines der Kinder bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnte. "Es ist eines der wenigen Kinder dieser Gruppe, das Weihnachten ohnehin in der eigenen Familie verbracht hätte", erklärt Michael Mertens, Leiter der Graf Recke Erziehung & Bildung.

Zwei Tage vor Heiligabend meldet die Graf Recke Stiftung insgesamt 25 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeitende, Bewohner und Klienten. Das Infektionsgeschehen spielt sich im Rheinland ab. In den Einrichtungen in Westfalen und Schleswig-Holstein sind aktuell keine Coronainfektionen bekannt.

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