Direkt zum Inhalt

Bei aller Freude über ein Stück mehr Normalität gilt weiterhin: "Schütze Deinen Nächsten. Wie Dich selbst"

|   Stiftungsverbund

Auch die Verantwortlichen der Graf Recke Stiftung begrüßen, dass die aktuellen Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus wieder Besuche in den Einrichtungen der Stiftung ermöglichen. Gleichzeitig warnen sie davor, leichtfertig zu werden: Denn weiterhin gelten klare Vorgaben zur Verlangsamung der Verbreitung des Virus. Eine Kampagne der Graf Recke Stiftung soll das Bewusstsein dafür schärfen und aufrechterhalten.

Als zum Beispiel in Leipzig am 10. März noch vor über 42.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion ein Champions League-Fußballspiel stattfand, wurden in der Graf Recke Stiftung wegen des Coronavirus schon reihenweise Veranstaltungen abgesagt. Nun haben die Regierungschefs in Bund und Land nach ersten Aufweichungen nach Ostern weitere Lockerungen beschlossen. Pandemiekoordinator Marek Leczycki warnt jedoch davor, diese in der Graf Recke Stiftung zu großzügig auszulegen: „Bis jetzt waren wir der Bundes- und den Landesregierungen bei den Maßnahmen immer einen Schritt voraus. Jetzt empfehle ich, immer einen Schritt dahinter zu bleiben.“ Dies gilt insbesondere auch für die Aufhebung des "Besuchsverbots" für stationäre Einrichtungen ab Sonntag. Pandemiekoordinator, Vorstand und Geschäftsbereichsleitung und Kommunikation der Graf Recke Stiftung stellen deshalb die nächsten Wochen unter das Motto: "Schütze Deinen Nächsten. Wie Dich selbst." Denn bei aller Freude über die Lockerungen der Maßnahmen gilt weiterhin: Abstand halten und Mitmenschen schützen, wie sich selbst.

Besuche in den Einrichtungen: Risikogruppen weiterhin schützen

Wenn jetzt zum Beispiel ab Sonntag auch das im März von der Landesregierung verhängte "Besuchsverbot" in stationären Einrichtungen aufgehoben wird, befürchten viele Träge, dass das Risiko einer Infektion in den Einrichtungen zunimmt. „Die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen gehören zu der am meisten gefährdetsten Personengruppe“, warnt Michael Zieger, Leiter der Pflegeeinrichtungen im Dorotheenviertel Hilden in einer gemeinsamen Erklärung mit den Seniorendiensten der Stadt Hilden, des Wohnstifts Haus Horst in Hilden, der Graf Recke Stiftung und der Bürgermeisterin von Hilden. Die Situation in betroffenen Pflegeeinrichtungen habe gezeigt, wie schnell es durch eine Infektion mit dem Virus zu einer hohen Zahl von Todesfällen kommen könne. „Ich bin sehr froh, dass es den Pflegeeinrichtungen in Hilden bislang gelungen ist, durch umsichtiges und verantwortungsbewusstes Handeln eine Infektion in den Pflegeeinrichtungen zu verhindern“, betont Bürgermeisterin Birgit Alkenings in der gemeinsamen Erklärung. „Dies dürfen wir nicht durch zu starke Lockerungen des Besuchsverbots verspielen.“ Um ab dem 10. Mai wieder Besuche in den Häusern zu ermöglichen, müssen strenge Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Warnung vor der zweiten Welle

Der Pandemiekoordinator der Graf Recke Stiftung, Marek Leczycki, befürchtet schon länger eine zweite Welle der Pandemie: "Ich warne davor, den Vorsprung, den Deutschland durch frühzeitige Distanzierungsmaßnahmen erreicht hat, zu verspielen", sagte Leczycki bereits Anfang der Woche im Interview. Bei der ersten Welle habe es sich in Deutschland nur um ein örtliches Infektionsgeschehen gehandelt an Hotspots wie Heinsberg, Tirschenreuth oder aufgrund von Urlaubsrückkehrern aus Österreich. "Wenn wir eine zweite Welle bekommen sollten, dann wäre es eine wirkliche pandemische Welle, denn wir hätten dann nicht nur ein ortsverteiltes Geschehen. Denn dann wird sich dieser Anfangseffekt immer weiter verwischen."

Auch an alle Mitarbeitenden der Stiftung richtet Marek Leczycki den dringenden Appell: "Halten Sie bitte weiterhin Abstand. Tragen Sie Mund-Nasen-Schutz. Beobachten Sie Ihre Vitalwerte. Kontrollieren Sie, ob Sie Fieber haben. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Symptome haben. Dadurch schützen Sie Ihre Kollegen und Klienten. Lassen Sie es mich mit den Worten unserer Kampagne sagen: Schützen Sie Ihren Nächsten wie sich selbst. Aber mit zwei Ausrufezeichen bitte!!

Warum Deutschland und auch die Graf Recke Stiftung bislang gut aufgestellt waren, warum ein Fußballspiel in Mailand im Rückblick als das "Spiel Null" bezeichnet wird und was wir für heute aus der Spanische Grippe von 1918 lernen können, erzählt Marek Leczycki im Interview

hier weiterlesen.

Zurück