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Kurzarbeit zur Sicherung der Arbeitsplätze im Familien unterstützenden Dienst

|   Stiftungsverbund

Kurzarbeit im Familien unterstützenden Dienst (FuD): Mit dieser Maßnahme will die Graf Recke Stiftung während der Schul- und Kita-Schließungen über 950 Arbeitsplätze sichern. Durch die Schließungen ist der Großteil der Inklusionsbegleiter zurzeit beschäftigungslos. Im FuD kommt es dadurch zu einem fast vollständigen Einnahmeausfall. Während der Kurzarbeit, die mit Wirkung zum 7. April zunächst bis zum 30. Juni beantragt ist, erhalten die Mitarbeitenden 60 beziehungsweise 67 Prozent ihres Nettoverdienstes. Die Graf Recke Stiftung stockt um weitere zehn Prozent auf. Die Mitarbeitenden dürfen in dieser Zeit nebenbei Geld verdienen, und das bis zur Höhen ihres vorherigen Einkommens ohne Abzüge. Stiftungsvorstand und Geschäftsbereichsleitung danken den Mitarbeitenden für ihr Verständnis und der Mitarbeitervertretung für ihr konstruktives Mitwirken bei dieser notwendigen Maßnahme.

„Aufgrund der weltweiten Pandemie ist im  FuD eine vollständige Aufrechterhaltung des Dienststellenbetriebs derzeit nicht länger möglich“, erklärt Geschäftsbereichsleiter Michael Mertens. Von fast 1.100 Mitarbeitenden in diesem Fachbereich sind rund 1.030 Inklusionsbegleitungen tätig. Sie begleiten Kinder und Jugendliche mit körperlicher, geistiger oder auch seelischer Behinderung während ihres Schul- oder Kindertageseinrichtungsbesuchs  oder in Familien. Aufgrund der behördlich angeordneten Schließungen der Schulen und Kindertageseinrichtungen zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 16. März können 952 Inklusionsbegleiter ihre Tätigkeit zurzeit nicht ausüben. Eine kleine Zahl Inklusionsbegleiter ist weiterhin  in Schulen und Kindertageseinrichtungen mit Notdienst, in Familien sowie in anderen Tätigkeitsfeldern der Graf Recke Stiftung eingesetzt oder als Honorarkräfte, FSJler und Ehrenamtsmitarbeitende unter Vertrag.

Die Graf Recke Stiftung erhält für die von der Schließung der Schulen und Kindertageseinrichtungen betroffenen Inklusionsbegleiter keine Leistungen der Kostenträger mehr. Dadurch kommt es im FuD zu erheblichen Einnahmeausfällen für den FuD, die nun über die Beantragung des Kurzarbeitergeldes für die Lohnfortzahlung einigermaßen aufgefangen werden sollen. „Um das Überleben des FuD zu sichern und damit natürlich auch die bestehenden Arbeitsverhältnisse, haben wir unter den aktuellen Umständen keine andere Wahl“, so Mertens. Der FuD ist der größte Fachbereich der Graf Recke Erziehung & Bildung.

Null Arbeitsstunden, bis zu 77 Prozent Auszahlung

Kurzarbeit bedeutet: Die Arbeitszeit der betroffenen Mitarbeitenden wird während dieser Zeit auf Null reduziert und sie erhalten Kurzarbeitergeld. Dies beträgt je nach persönlicher Lebenssituation 60 oder 67 Prozent. Darüber hinaus gewährt die Graf Recke Stiftung einen Zuschuss von zehn Prozent, der mit dem Kurzarbeitergeld direkt ausgezahlt wird.

Die Mitarbeitenden des FuD dürfen in dieser Zeit bis zur Höhe ihrer vorherigen Einkommen abzugsfrei nebenbei Geld verdienen. „Wir sind ständig dabei,  vorübergehende andere Einsatzstellen innerhalb und außerhalb der Graf-Recke-Stiftung zu  finden“, erklärt Michael Mertens, Leiter der Graf Recke Erziehung & Bildung.

Dank an die Mitarbeitenden und die MAV

 „Sofern die Arbeit bereits vor Ablauf dieses Zeitraums wieder regulär aufgenommen werden kann, wird die Kurzarbeit mit einer Frist von mindestens einer Woche beendet“, erklärt Mertens weiter. Gleichzeitig bemühe sich die Graf Recke Stiftung um weitere Entschädigungen für den Einnahmeausfall, um die Arbeit des FuD zu sichern. Über die Details informierten der Geschäftsbereichsleiter und FuD-Fachbereichsleiter Jonny Hoffmann die betroffenen Mitarbeitenden in einem Anschreiben, an dessen Ende sie sich herzlich bei ihren Mitarbeitenden „in dieser herausfordernden Zeit“ bedanken: „Lassen Sie uns zuversichtlich nach vorne schauen und bitte bleiben Sie gesund.“ Auch danken Geschäftsbereichsleitung und Vorstand ausdrücklich der Mitarbeitervertretung für ihr konstruktives Mitwirken bei der Einführung der Kurzarbeit.

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