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Das Konzept der Graf Recke Stiftung für das Burgviertel in Garath

Das ehemalige Hildegardisheim soll weiter als soziale Einrichtung genutzt werden. Die Stadt Düsseldorf sieht hier gute Möglichkeiten für ein Wohnprojekt.

Seit fast 200 Jahren kümmert sich die Graf Recke Stiftung als als diakonischer Träger um gute soziale Begleitung und Betreuung von Menschen. Für das ehemalige Hildegardisheim hat die Stiftung in Abstimmung mit der Stadt ein Konzept vorgelegt, wonach Wohn- und Begleitangebote für verschiedene Zielgruppen eingerichtet werden. Das weitläufige Gebäude bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Konzepte unter einem Dach zu bündeln.

Die Graf Recke Stiftung freut sich auf eine gute Nachbarschaft, Vernetzung und Kontakte im Quartier. Weiter unten auf dieser Seite gibt es Antworten auf einige Fragen rund um das geplante Projekt.

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Fragen und Antworten rund um das geplante Wohnprojekt in Garath

Was genau plant die Graf Recke Stiftung im Hildegardisheim?

Wir schaffen ein besonderes Unterstützungsangebot für Familien aus Garath, die Rat und Hilfe suchen, wenn sie in der Kindererziehung nicht weiterwissen, angefangen von der Beratungsstelle im gleichen Gebäude bis hin zur sehr intensiven Begleitung der ganzen Familie in unseren Räumlichkeiten über mehrere Monate. Es sollen aber auch einige wenige Plätze für Kinder geschaffen werden, die vorübergehend nicht mehr mit ihrer Familie zusammenleben können. Darüber hinaus sind Wohnangebote für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung geplant, in denen sie selbstbestimmt und selbstständig leben können. Daneben begleiten wir Kinder bei sehr strittigen oder problematischen Trennungen, um ihnen nach wie vor Kontakt zu beiden Eltern oder auch zu einer Pflegefamilie zu ermöglichen. Hierzu arbeiten wir eng mit anderen Institutionen zusammen, wenn möglich auch in unseren Räumlichkeiten.

Warum das Gebäude nicht als Studentenwohnheim oder für Wohnen im Alter genutzt?

Der hochindividualisierte Entwurf des bestehenden Altenzentrums stellt eine große Herausforderung für sämtliche Überlegungen einer Nachnutzung dar. Hinzu kommen die Auflagen des Denkmalschutzes, die Umbaumaßnahmen in großen Teilen des Gebäudeinneren erschweren oder verhindern. Das bisherige Raumkonzept kann mit den stark gestiegenen Ansprüchen an zeitgemäßes Altenwohnen nicht mehr mithalten. Planungsrechtlich ist für die Ricarda-Huch-Straße 2 aktuell ein „Baugrundstück für Gemeinbedarf“ vorgesehen. Das geplante Konzept des sozialbetreuten Wohnens „Leben im Burgviertel“ ist mit dieser Vorgabe deutlich verträglicher als eine konventionelle Wohnform. Der Investor hat sich um einen sensiblen Umgang mit dem Bebauungsplan bemüht und im Vergleich zur bisherigen Nutzung lediglich die Altersstruktur gewandelt. Der Sozialbedarf bleibt weiterhin bestehen.

Die großzügigen, unter Denkmalschutz stehenden Gemeinschaftsflächen sind weder in ein Studenten- noch Altenwohnkonzept integrierbar. Grundlage hierfür bilden zahlreiche Gespräche mit namhaften Betreibern sowie das Heranziehen diverser Referenzobjekte. Beim „Leben im Burgviertel“ werden sämtliche Flächen in der existenten Form berücksichtigt und seitens der Graf Recke Stiftung in das Konzept integriert.

Werden jetzt alle "Sorgenkinder der Stadt" nach Garath gebracht?

Nein, vielmehr wurden unsere Angebote so entwickelt, dass Familien aus Garath, die Unterstützung brauchen, von dem Angebot profitieren. Das Angebot richtet sich an Familien und ihre schutzbedürftige Kinder. Familien, die in die Einrichtung aufgenommen werden, sollen weiterhin ihr nachbarschaftliches Netzwerk nutzen und zugleich in ihrer Betreuungskompetenz gestärkt werden. Die Graf Recke Stiftung bietet an vielen Orten Angebote für junge Menschen und ihre Familien mit Unterstützungsbedarf an. Solche Angebote werden in heutiger Zeit kaum mehr geballt an einem Ort geschaffen, sondern in kleineren Einheiten in den Sozialraum integriert, so auch in Garath.

Kann Garath von diesem Angebot profitieren?

Das Wohnkonzept bietet auch Menschen aus dem direkten Umfeld die Möglichkeit einer bedarfsangemessenen Unterstützung, ohne die vertrauten Orte verlassen zu müssen. Der Bedarf an Unterstützung besteht in Garath zweifelsohne. Der Stadtbezirk wird aufgrund seiner sozialen Struktur von jedem Angebot der Unterstützung Nutzen tragen, sodass der Wohnverbund Burgviertel nur eine logische Folge des Projektes Garath 2.0 ist. Familien finden mit dem Angebot eine Hilfe zur Stabilisierung und den Erhalt ihrer Familie.

Hat die Graf Recke Stiftung das Hildegardisheim gekauft?

Die Graf Recke Stiftung wird nur Mieter und Betreiber sein. Investor und Vermieter ist die Düsseldorfer Firma Varro-Sanz GmbH.

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