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MutMachMomente

Stiftungspfarrer Dietmar Redeker

„Abstand ist ein Ausdruck der Fürsorge“, so hat Kanzlerin Merkel es formuliert.
Das leuchtet ein. Das stellt uns aber auch vor enorme berufliche Herausforderungen!
Das fordert unsere Kraft und unseren Mut.
Und die Situation macht uns Sorgen.
Sorge um gefährdete Angehörige und Freunde, um unsere Bewohner.
Sorge um die eigene Gesundheit und den Arbeitsplatz.
Sorge um das Wohl unserer Gesellschaft.

Daher möchten wir an dieser Stelle in loser Folge Mutmachsätze von Mitarbeitenden der Graf Recke Stiftung teilen.


Mittwoch, 13. Mai 2020 „… so viel Nächstenliebe. Das ist einfach schön.“

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Kollegin Silke Scheven schreibt:

„Ich möchte erzählen, wie sehr es mich anrührt, dass meine Eltern (80 und 81jährig) gerade ganz viel Unterstützung in der Nachbarschaft erfahren.
Wir haben vereinbart, dass sie gar nichts mehr selber einkaufen, sondern dass ich das mache. In ihrer Nachbarschaft (alles Ein- oder Zweifamilienhäuser) wurde in den letzten zwei Jahren viel verkauft und viele jüngere Paare und Familien leben jetzt in der Nachbarschaft. Sowohl die Nachbarn zur rechten- als auch die zur linken Seite sind unheimlich lieb und fragen immer per Telefon nach, ob meine Eltern etwas benötigen. Mich haben sie auch angesprochen und wir haben Telefonnummern ausgetauscht, damit wir gut vernetzt sind, wenn etwas ist. Das rührt mich sehr.
Einer der neuen Nachbarn ist ein ehemaliger Schulkamerad von mir mit seiner Frau. Meine Eltern hatten solche Sorge, weil die ehemaligen befreundeten Nachbarn nicht mehr da sind und wie das jetzt wird mit dem „jungen Gemüse“. Und jetzt erfahren sie so viel Nächstenliebe, das ist einfach schön.“

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  

Frühere MutMachMomente

Mittwoch, 6. Mai 2020 „Kinder nähten fleißig stylische Masken!“

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Ehrenamtliche Mitarbeiterin Julia Corsten schreibt:

„In unserem kiwifalter (wir bieten Kurse für die ganze Familie in den Bereichen Sport, Kunst, Musik, und digitale Bildung an  www.kiwifalter.de ) haben wir eine kleine Näh-Gruppe mit Kindern gegründet, die sich regelmäßig für gemeinsame Nähprojekte bei uns im Hause trifft. Nach dem Erhalt einer Rundmail von Pfarrer Redeker, in der er Ehrenamtliche gesucht hat, die Mundschutze nähen können, haben wir zusammen mit der Kursleiterin Frau Judith Escher überlegt, ob wir den Aufruf der Graf Recke Stiftung unterstützen können.

Daher haben wir in unserer kiwifalter Community einen Aufruf bei den kleinen und großen Näherinnen gestartet: `Mach mit bei der kiwifalter NähChallenge!´

Und es haben sich engagierte Kinder im Alter zwischen 7-12 Jahren gefunden, die ihr Bestes gegeben und fleißig stylische Masken genäht haben. Sie haben, zusammen mit unserer Kursleiterin Judith Escher, 40 Masken gestaltet und diese dem Pflegeheim Walter-Kobold-Haus gespendet.“

Insgesamt haben auf unseren Aufruf hin in den letzten Wochen 22 Ehrenamtliche über 400 Mundschutze für die Mitarbeitenden der Graf Recke Stiftung genäht und gespendet. Eine großartige und ermutigende Unterstützung und ein ganz neues Feld ehrenamtlicher Tätigkeit für die Graf Recke Stiftung.

Auf dem Bild sehen Sie einige Mitarbeitende im Innenhof des Walter-Kobold-Hauses mit gespendeten Mundschutzen. Sie stehen vor einem Pflastermalerei-Engel, der für einen „Hof-Gottesdienst“ gemalt wurde.

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  

Donnerstag, 28. April 2020 „Zeit für meine irrlichternden Gedanken“

Liebe Leserinnen und Leser,

Vor vier Wochen startete das „Glocken läuten für Glaube, Liebe, Hoffnung.“
Überall in Deutschland läuten die Glocken aus Anlass der Covid 19 Pandemie. (Siehe dazu auch die MutMachMomente zum 26.3.2020 weiter unten.)

In den vier Wochen gab es eine ganze Reihe von Rückmeldungen von Anwohnern, die das Läuten hören. So zum Beispiel:

  • „Toll….wir haben uns schon gefragt, warum die Glocken läuten.“
  • „Eine sehr schöne Idee. Wir werden das Läuten sicherlich nutzen mit unseren Wohngruppen-Bewohnern.“
  • „Vielen Dank für das Glockengeläut.“
  • „Vielen Dank! Sie haben mir damit eine große Freude heute Abend gemacht!“
  • „Das Glockenläuten hat einen Impuls bei mir ausgelöst. Die Idee, ein Gemeinschaftsgefühl durch das weithin hörbare Glockengeläut auszulösen, das hat etwas Überkommenes in sich. Aber im Moment wohl etwas ungewöhnlich Aktuelles! Merkwürdigerweise auch für mich. Kurz vor 19 Uhr wird jedenfalls mein Küchenfenster … auf Kippe gestellt um besser zu hören. Und jemand wartet auf das Geläut der Glocken der Graf Recke Kirche - um einige Minuten lang seinen irrlichternden Gedanken nach zu gehen. Dafür meinen Dank.“

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  

Donnerstag, 23. April 2020 Blumen sagen: „Wir Nachbarn denken an Sie!“

Liebe Leserinnen und Leser,

Anette Lascho ist Ehrenamtliche an der Graf-Recke-Kirche. Sie hatte im Internet dazu aufgerufen, für die Seniorenheime zu Ostern Blumenkörbchen zu spenden. Die Resonanz war gewaltig. Anette Lascho schrieb mir dazu folgende Mail:
„Bei mir wurden heute im Vorgarten sehr, sehr viele Osterkörbchen für mehrere Seniorenheime abgegeben. Grob überschlagen würde ich gerne mindestens 40 Körbchen am Sonntag zum Walter-Kobold-Haus bringen.
An der Aktion beteiligt haben sich Menschen aus der Gemeinde von Lohausen über Kaiserswerth bis Einbrungen und Wittlaer, sehr viele Menschen aus der Einbrunger Nachbarschaft, evangelische, katholische und muslimische Mitbürger.
Außerdem hat eine meine Nachbarinnen den Aufruf an Freunde der Internationalen Schule weitergeleitet und auch von dort kamen viele Ostergrüße.

Ich hoffe, wir machen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenheime eine Freude zu Ostern! Vielleicht können Sie ihnen ausrichten, wie viele Menschen aus der Nachbarschaft an sie denken!

Ich habe im Open-Air-Ostergottesdienst die Blumenkörbchen rund um den
provisorischen Altar drapieren lassen und auch auf dem Altar. Sah toll aus!! Dann habe ich im Verlaufe der Predigt den Brief von Frau Lascho vorgelesen. Einige der Gottesdienstteilnehmer an den offenen Fenstern hatten Tränen in den Augen. Es war berührend.

Wir haben dann nach dem Gottesdienst die Bewohner eingeladen, dass sie, wenn, sie möchten, sich ein Körbchen abholen können. Viele der Bewohner nutzten mit großer Freude diese Gelegenheit. Anderen
Bewohnern, die auf ihren Zimmern ans Bett gebunden sind, brachten Mitarbeitende Blumengrüße.

Eine Mitarbeiterin sagte: "Die Bewohner strahlen regelrecht! Wirklich, sie
strahlen! Und auch ich bin ganz gerührt. Was für eine schöne Idee! "

Eine Ehrenamtliche sagte mir: „Die letzten Wochen waren ja eine Karfreitags-Zeit. Aber es blitzt immer wieder Ostern durch!" Durch diese Nachbarschaftsaktion ist auf jeden Fall das Licht von Ostern in unsere dunkle Zeit "durchgeblitzt".

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  


Mittwoch, 15. April 2020 Osterkerzen - Hoffnungssignal von Jung an Alt

Liebe Leserinnen und Leser,

Eine Osterkerze anzünden – das ist ein schöner Brauch am Ostersonntag.

Ebenso, wie eine Osterkerze weiterzugeben und zu verschenken – getreu dem Lied: „Tragt zu den Menschen ein Licht, sagt allen: Fürchtet euch nicht…“

Das war schwierig in diesem Jahr.

Aber Kinder und Jugendliche aus der Graf Recke Stiftung haben einen Weg gefunden: Sie bastelten Osterkerzen aus Transparentpapier für die Seniorinnen und Senioren im Walter-Kobold-Haus. Sie „trugen zu den Alten ein Licht, sagten allen: Fürchtet euch nicht…“

Und diese Kerzen haben wir dann im Anschluss an unseren Ostergottesdienst im Innenhof des Walter-Kobold-Hauses – immer mit reichlich Abstand zu den Bewohnerinnen und Bewohnern – an diese verschenkt.

Das Besondere an diesen Kerzen: Sie leuchten auch, wenn man sie nicht anzündet (Feuergefahr). Man braucht sie nur ans Fenster zu hängen.

Die Nachfrage nach den Osterkerzen  war bei den BewohnerInnen so groß, dass der Vorrat kaum reichte.

Osterkerzen aus Transparentpapier: Ein Hoffnungssignal von Jung an Alt!

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  


Mittwoch, 8. April 2020 Kirchenmobil

Liebe Leserinnen und Leser,

„Ach so!!! Das machen Sie, weil wir ja nicht in die Kirche kommen können. Darum kommt die Kirche zu uns!“ Tim hatte schnell begriffen, warum ich in dieser Woche mit einem ungewöhnlichen Gefährt auf dem Innenhof seiner Wohngruppe in Wittlaer stand. Das „Kirchenmobil“ ist eine Sperrholz-Nachbildung unserer Graf Recke Kirche. Diese Holzkirche ist an einen kleinen Wagen geschraubt.

Und die Kirche hat in der Kirchentür auch einen Briefschlitz für den Briefkasten, der von hinten an das Kirchenmobil angebracht ist.

Dort können „Briefe an Gott“ eingeworfen werden.

Als ich auf den Hof der Wohngruppe rumpelte, und mich dann mich Abstand im Hintergrund hielt, kamen die Kinder zuerst neugierig zum Kirchenmobil, bestaunten das Holzbild und probierten das Fahrzeug aus, inspizierten den Briefkasten und beguckten sich die Vordrucke der „Briefe an Gott“, die ich mitgebracht hatte.

„Dürfen wir da was reinschreiben?“ fragten sie, als sie sahen, dass dort Satzanfänge für Gebete standen. „Klar, dafür habe ich sie ja gemacht.“

Die Kinder holten schnell Stifte aus der Wohngruppe, setzten sich auf ihre Gartenmöbel und füllten konzentriert die Briefe aus. Ein Junge (7) fragte seine Erzieherin, ob sie ihm dabei helfen könne.

Nach einigen ruhigen Minuten steckten sie dann stolz ihre „Briefe an Gott“ in den Briefschlitz.

Und dann fingen sie wieder an, ausgelassen das Kirchenmobil über Ihren Hof zu schieben...

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  


Donnerstag, 2. April 2020 - Verbunden trotz Trennung

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Kollegin Britta Pohland schrieb:

„Eine befreundete Familie hat mit den Kindern Karten gemalt, mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Corona“. Die Karten haben die Kinder heimlich in die Briefkästen unserer Freundesfamilien geworfen. Das war ein schönes Gefühl der Verbundenheit, trotz der Trennung.

Weiterhin haben die Kinder in unserer Siedlung Regenbogenbilder in die Fenster gehängt, als Zeichen der Hoffnung und als Zeichen der Verbundenheit, trotz der Trennung.“

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  


Donnerstag, 26. März 2020 - Glocken läuten für Glaube, Liebe, Hoffnung

Die vier Glocken der Graf Recke Kirche

Liebe Leserinnen und Leser,

wir können derzeit nicht zur Kirche kommen.
Aber die Kirche kann zu uns kommen.

Wie?

Mit ihrem Glockenklang!

Täglich um 19 Uhr läute ich alle vier Glocken der Graf Recke Kirche.
Sie sind zehn Minuten lang in Einbrungen zu hören.
So wie in Kaiserswerth die Glocken der Mutterhauskirche,
der Stadtkirche und der Jonakirche zu hören sind.
Oder wie auch in Ihrem Stadtteil die Glocken der Kirchen zu hören sind.

Was können Sie tun, wenn Sie die Glocken hören?

Zum Beispiel:

Innehalten und hinhören.

Oder: eine Kerze anzünden und an die kranken Mitmenschen denken.

Oder: ein „Vater unser“ sprechen.

Auch viele andere Kirchen in ganz Europa läuten jeden Abend wegen der Coronakrise die Glocken.
Ein hörbares Zeichen unserer Verbundenheit!
Wir bleiben „auf Abstand“, aber wir sind dennoch eine Gemeinschaft - nur anders!

 

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker  

Montag, 23. März 2020 - Ich bin ja sicher, dass uns einer leitet

Liebe Leserinnen und Leser,

als ich Plakate und Handzettel  für das Walter-Kobold-Haus und das angeschlossene Servicewohnen abgegeben habe, sagte ich der Kollegin, die mit Mundschutz auf Abstand an der Tür stand, zum Abschied: „Alles Gute und viel Kraft.“

Sie antwortete: „Ich bin ja sicher, dass uns einer leitet!"


Gebet

„Gott, wir bitten dich, sei bei den Menschen, die schwer krank sind. Amen“
(Anne, 12 Jahre alt)


Wir sind "Profis" in Glaube, Liebe, Hoffnung, - und das „since 1822“

Glaube, Liebe, Hoffnung

Auch wenn alles abgesagt oder eingeschränkt ist -
wir werden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ nicht absagen und einschränken.

  • Wir glauben daran, dass wir die Kraft geschenkt bekommen, die wir brauchen.
  • Wir lieben unsere Nächsten.
  • Wir hoffen und vertrauen darauf, dass wir die Krise meistern.

 

Herzliche Grüße
Dietmar Redeker