Direkt zum Inhalt

Impuls von Heike Lagemann zum Jahresthema 2018 Nachbarschaft

Anklopfen, sich öffnen: Wie Nachbarschaft gelingt

Wir haben diesen  Gottesdienst unter das Jahresthema der Graf Recke Stiftung gestellt:

Nachbarschaft! Passend dazu hat Herr Neunzig eingangs einen Text aus der Bergpredigt vorgelesen.

Dort sagt Jesus:

„Bittet und ihr werdet bekommen! --
Sucht und ihr werdet finden! --
Klopft an und es wird euch geöffnet!“
Jesus bezog das auf Gott, an den wir uns mit unseren Bitten vertrauensvoll wenden können.
Und er bezog das auch auf unsere Nachbarn.

Wir haben den Jahresschlussgottesdienst unter das Jahresthema der Graf Recke Stiftung gestellt: Nachbarschaft! Passend dazu heißt es in der Bergpredigt:

„Bittet und ihr werdet bekommen! --

Sucht und ihr werdet finden! --

Klopft an und es wird euch geöffnet!“

Jesus bezog das auf Gott, an den wir uns mit unseren Bitten vertrauensvoll wenden können.

Und er bezog das auch auf unsere Nachbarn.

Das fragten wir einige von unseren Kolleginnen und Kollegen.  Vor sechs Wochen nahmen 39 neue Mitarbeitende am Einführungstag der Graf Recke Stiftung teil. Neben vielen Informationen rund um den neuen Arbeitsplatz setzen sich die Teilnehmenden auch mit dem Thema Nachbarschaft auseinander. In Kleingruppen, die sich nach den Geschäftsbereichen zusammenfanden, fragten sie sich „Wie erleben wir Nachbarschaft in unserem Arbeitsbereich?“

Hier einige Eindrücke aus den Arbeitsgruppen:

Wir erleben Nachbarschaft

  • wenn wir mit den KITA- Kindern auf dem Spielplatz sind, denn dort geht es „familiär“ zu,
  • beim Sommerfest, Tag der offenen Tür oder anderen Veranstaltungen, bei denen Menschen aus der Nachbarschaft kommen,
  • wenn Begegnungen mit den Senioren aus der Umgebung stattfinden und Kontakte geknüpft werden,
  • durch die Nähe der Gruppen zur Nachbarschaft und durch gemeinsame Projekte, wie Stall ausmisten und Eier suchen auf dem benachbarten Bauernhof,
  • wenn die Nachbarn positiv gestimmt sind und uns in ihr Netzwerk aufnehmen,
  • wenn man uns im Stadtteil kennt,
  • wenn es eine gute Hausgemeinschaft gibt,
  • wenn trotz der Baustellensituation alle zusammenspielen,
  • wenn die Zusammenarbeit der Wohngruppen mit der Tagespflege gelingt,
  • wenn Freundschaften entstehen, man sich gegenseitig hilft und man sich wie „zu Hause fühlt“,
  • wenn Verständnis für demenziell erkrankte Menschen gezeigt wird,
  • wenn Berührungsängste gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen abgebaut werden,
  • wenn die Nachbarn aushelfen, wenn man mal was benötigt oder sich etwas ausleihen möchte,
  • wenn es Offenheit gibt und man sich im Sinne einer Nachbarschaftshilfe gegenseitig unterstützt.

 „Bittet und ihr werdet bekommen! --

Klopft an und es wird euch geöffnet!“

Aber neben diesen vielen positiven Eindrücken, gab es auch einige negative Stimmungen – wenn es Vorurteile gegenüber den Kids oder Kollegen der Aufnahmegruppe gibt und ein Sündenbock gesucht wird. Oder wenn Ablehnung, Ignoranz oder Skepsis gezeigt wird.

Hier hilft es, immer wieder aufeinander zuzugehen. Anzuklopfen und sich zu öffnen!  

Heike Lagemann ist Projektkoordinatorin in der Graf Recke Sozialpsychiatrie & Heilpädagogik.

Das Jahresthema 2018: Nachbarschaft

Weitere Impulse