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Gedanken des Vorstands zum Weihnachtsfest 2018

Beglückender Moment kurz vor Weihnachten in unserer Aula im Dorotheenviertel in Hilden: Kinder- und Jugendliche, die in unseren Häusern wohnen und begleitet werden, führen die Geschichte von der Geburt Jesu auf – und tanzen auf der Bühne wild und ausgelassen zum Trommeln der Percussiongruppe. Und dann tritt ein Mädchen als Engel auf und singt mit starker Stimme einen Christmas-Song. Es wird still im Publikum. Wir lauschen gebannt: die Senioren der Altenheime, die gekommen sind oder gebracht wurden, die Kids aus den Wohngruppen, die Mitarbeitenden. Nur ein kurzer Moment – aber der Himmel öffnet sich.

Jubeln und lauschen. Wie vielfältig kann Weihnachten sein! Und wie vielfältig wird es bei uns begangen! Mit Kolleginnen und Kollegen, mit den Klienten und Bewohnerinnen, in unserer Graf Recke Kirche, in unseren Einrichtungen, in den Kitas, in den Schulen, in den Wohngruppen und Wohnbereichen und an so vielen anderen Orten.

Für die einen ist Weihnachten ein Fest der Freude. Zum ersten Mal in neuer Geborgenheit diese Tage begehen können. Für viele unserer Senioren in der Altenhilfe ist es die nostalgische Erinnerung an frühere Tage. Manche lauschen der tröstlichen Botschaft von der Geburt des Gottessohnes. Andere nutzen die Tage vor allem zum Durchatmen und für Besuche. Für viele unserer Klienten und Bewohner ist das die Weihnachtszeit eine durchaus ambivalente Zeit. Wer in diesen Tagen Dienst tut in unseren Einrichtungen, weiß das.

Für uns in der Graf Recke Stiftung ist Weihnachten zugleich Verheißung und Auftrag. Weihnachten steht für die Verheißung, dass in Jesus eine neue Zeit begonnen hat: unbemerkter Anfang, weltbewegend. Und Weihnachten steht für den Auftrag an uns, Teil dieser gottgestifteten Weltbewegung zu bleiben und immer wieder neu diakonisch für das Leben einzutreten. 

In diesem Sinne ein frohes, tröstliches, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest!

Pfarrer Markus Eisele, Theologischer Vorstand
Petra Skodzig, Finanzvorstand