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DGS-Slam bewegt Publikum mit ernsten Themen!

|   Erziehung & Bildung

Düsseldorf, 15.7.2019 – Mit Themen von Klimaschutz über Vorurteile bis zu Kriegsnarben hat der dritte DGS-Slam der Graf Recke Stiftung das Publikum im Düsseldorfer zakk bewegt.

Am Sonntagnachmittag präsentierten elf Slammerinnen und Slammer vor vollem Haus ihr poetisches Können in Deutscher Gebärdensprache (DGS). „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr fast doppelt so viele junge Menschen dafür gewinnen konnten, ihre Geschichten im Slam zu performen und mit dem Publikum zu teilen“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Blitz aus der Graf Recke Stiftung. Das Publikum überzeugt hat der 15-jährige Haydar mit seinem Stück „Ich vergesse nicht“, in dem er von seinen Kriegserfahrungen im Irak berichtet und einen Appell an Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft richtet, Kinder nicht leiden zu lassen. „Ich bin sehr berührt, habe Gänsehaut und bin sehr dankbar. Ich werde weitermachen“, sagte Haydar, der auch im letzten Jahr am Slam teilgenommen hatte. „Es ist so spannend, wie er sich weiterentwickelt hat“, erzählte Profi-Poet Rafael Grombelka, der die Slammer in vier intensiven Workshops auf ihren Auftritt vorbereitet hatte. Der DGS-Slam wurde von Aktion Mensch unterstützt. Der DGS-Slam ist eine Veranstaltung des DGS-Treffs der Graf Recke Stiftung und war zum zweiten Mal zu Gast im Kulturzentrum zakk, das seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Der DGS-Treff hatte am 14. Juli 2019 zum „DGS-Slam – Erzähl‘s in Gebärdensprache“ eingeladen. Eingestimmt haben das Publikum vor dem Wettbewerb Gebärdensprachen-Slammer Grombelka und die hörende Slammerin Marie Gdaniec mit ihren Texten „Scream“ und „Barfuß“. „Ich bin mega beeindruckt, Kommunikation ist nicht nur das gesprochene Wort, sondern so viel mehr“, sagte die 24-jährige Marie Gdaniec, die zum ersten Mal an einem Slam in Gebärdensprache mitgemacht hat. Der von Poetry-Slammer Helge Goldschläger moderierte Slam wurde simultan jeweils in die visuelle und in die Lautsprache gedolmetscht. Der Slam-Gewinner erhielt einen Reisegutschein in Höhe von 200 Euro, zudem wird sein Konterfei das nächste Slam-Plakat zieren.

Der DGS-Treff ist ein offener Treff in Trägerschaft der Graf Recke Erziehung & Bildung für hörgeschädigte oder an der visuellen Sprache interessierte junge Menschen. DGS steht für Deutsche Gebärdensprache. Im Sinne der Inklusion bietet der Treff Angebote zur Begegnung von hörenden und hörbeeinträchtigten jungen Menschen. Der DGS-Treff finanziert sich vor allem über begrenzte Projektmittel und freut sich daher über jede Unterstützung in Form von Zeit- und Geldspenden.

Mehr Infos zum DGS-Treff und zur Veranstaltung:     

www.graf-recke-stiftung.de/dgs-treff

facebook.com/dgstreff

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