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Doppeltes Jubiläum an der Grafenberger Allee und ein Geistesblitz

|   Sozialpsychatrie & Heilpädagogik

25 Jahre Tagesstätte, 10 Jahre Begegnungscafé: Der Sozialpsychiatrische Verbund konnte gestern gleich doppelt feiern an der Grafenberger Allee. Eigentlich sogar dreifach, denn mit dem Doppeljubiläum wurde auch der neue Name fürs Café enthüllt.

Die Tagesstätte war 1993 im Rahmen des Ausbaus der gemeindepsychiatrischen Strukturen in der Sozialpsychiatrie eingerichtet worden und hatte ihre Räume früher in der Bagelstraße in Düsseldorf. Im Neubau an der Grafenberger Allee fand dann nicht nur die Tagesstätte, sondern auch das Kontakt- und Begegnungscafé seinen Platz: "ein Treffpunkt für die Nachbarschaft in unseren Häusern im Quartier Grafenberger Allee und für alle, die drumherum wohnen", wie Finanzvorstand Petra Skodzig in ihrem Grußwort betonte. "Steckte im alten Namen ESS PE ZET noch das Kürzel SPZ für Sozialpsychiatrisches Zentrum", so Petra Skodzig weiter, "emanzipiert sich das neue Café Geistesblitz erst heute ganz vom Integrationsdenken früherer Jahre und setzt mit einem originellen Namen auf Inklusion: Keine Sonderwelt, sondern einfach nur Café Geistesblitz! So wollen wir uns öffnen für die Nachbarschaft!"

"Für solche Geistesblitze braucht man keine Pyrotechnik, sondern ein offenes Herz für den Mitmenschen", griff auch der Theologische Vorstand Markus Eisele den neuen Namen in seiner Andacht auf: "Ein offenes Herz für den Nächsten. Christlich nennen wir das Nächstenliebe. Und die funktioniert nicht nur mit dem Herzen, sondern auch mit dem Kopf."

Im Anschluss an Andacht und Grußworte übernahmen Klienten des Sozialpsychiatrischen Verbunds, Mitarbeitende und Gäste die Regie und sorgten gemeinsam für einen abwechslungsreichen Nachmittag mit selbst geschriebenen und rezitierten Gedichten, dem hauseigenen Chor und vielen weiteren künstlerischen Performances.

INFO: In der Tagesstätte des Sozialpsychiatrischen Zentrums der Graf Recke Stiftung kommen psychisch erkrankte Menschen zusammen, um sich nach individuellen Wochenplänen eine Tagesstruktur zu erarbeiten und mehr Vertrauen in ihre eigene Fähigkeiten zu entwickeln. Das Café ist Teil des Sozialpsychiatrischen Zentrums, hier arbeiten auch Klienten des Sozialpsychiatrischen Verbunds. Das Café ist offen für jeden. Mit dem neuen Namen sollen noch mehr Menschen auch außerhalb der Angebote des Sozialpsychiatrischen Verbunds auf das Café und seine kulinarischen und kulturellen Angebote aufmerksam gemacht werden.

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