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Neuer Theologischer Vorstand Graf Recke Stiftung: „Wir brauchen Inklusionsmanager auf beiden Seiten der Brücke“

|   Stiftungsverbund

Düsseldorf, 09.02.2018 – Der neue Theologische Vorstand der Graf Recke Stiftung, Pfarrer Markus Eisele, ist am Freitag in Düsseldorf feierlich in sein Amt eingeführt worden. „Wir brauchen eine neue starke Nachbarschaftskultur, in der soziales Engagement auch soziale Anerkennung findet“, sagte Markus Eisele anlässlich seiner Einführung beim Neujahrsempfang in der Graf Recke Kirche. Konzepte dazu seien im letzten Jahrzehnt von Kirche und Diakonie entwickelt und umgesetzt worden. Doch der Quartiersgedanke und die Stärkung von Sozialräumen benötigten mehr Unterstützung aus Politik und Kirche. „Wir brauchen Inklusionsmanager auf beiden Seiten der Brücke, bei Kommunen und Kirchengemeinden, die dazu beitragen, das Miteinander vieler unterschiedlicher Menschen zu gestalten“, forderte Markus Eisele in seiner Predigt. Auch Finanzvorstand Petra Skodzig betonte die Notwendigkeit des Engagements für ein starkes gesellschaftliches Miteinander: „Untereinander begegnen sich die Menschen in unserer Stiftung als Nachbarn, aber auch darüber hinaus – und immer mehr, denn im Zuge von Inklusion und Quartiersentwicklung bilden sich immer mehr neue Nachbarschaften.“

Nachbarschaft ist das Jahresthema der Graf Recke Stiftung. Das Thema lebt die Stiftung bereits vielfältig auf verschiedenen Ebenen, im Jahr 2018 setzt sie zudem fachlich und baulich innovative Akzente und Schwerpunkte. Dazu zählen etwa der verstärkte Einsatz von Quartiersberatern sowie mehrere Neubauprojekte in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein. Im Fokus steht dabei die weitere Stärkung der sozialen Teilhabe, Selbstbestimmung und Inklusion der von der Stiftung begleiteten und unterstützten Menschen. „Wir haben viel vor, es gibt sehr viel zu tun, und es gibt immer noch und immer wieder viel zu gestalten“, sagte Finanzvorstand Petra Skodzig und ergänzte in Richtung ihres neuen Kollegen Markus Eisele: „Ich freue mich sehr, dass wir die Umsetzung dieser für unsere Stiftung überaus wegweisenden Projekte nunmehr gemeinsam voranbringen werden. Denn zusammen können wir mehr und Starkes bewegen.“

Mehr als 150 Gäste folgten der Einladung der diakonischen Stiftung in die Graf Recke Kirche nach Düsseldorf-Wittlaer zum Neujahrsempfang, der gleichzeitig auch den Rahmen für die Einführung des Theologischen Vorstandes bildete. Gemeinsam mit dem Propst der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Oliver Albrecht, vollzog der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Christoph Pistorius, die Zeremonie im feierlichen Gottesdienst und bezeichnete dies als Ausdruck der Verbundenheit und Geschwisterschaft mit der Stiftung. „Die Graf Recke Stiftung als großes diakonisches Werk ist für unsere Kirche ein großer Garant dafür, dass wir nicht beim Wort bleiben, sondern auch danach tun“, sagte der Vizepräses und richtete seine Worte auch an den neuen Vorstand: „Sie erhalten den Auftrag, immer wieder für eine im christlichen Glauben wurzelnde Nächstenliebe einzustehen und an den Grund unseres Glaubens, an die Liebe Gottes zu allen Menschen, in all unserem Tun zu erinnern.“

Markus Eisele war zuletzt Pfarrer mehrerer Gemeinden im hessischen Idsteiner Land und Diakoniepfarrer des Dekanats Rheingau-Taunus.

Dieser Text ist zur redaktionellen Verwendung freigegeben.

Hochaufgelöste Fotos vom Neujahrsempfang finden Sie zur Veröffentlichung hier in unserem Downloadbereich.

Die Predigt von Pfarrer Eisele zum Jahresthema finden Sie hier.

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