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Diakonische Unternehmen in Düsseldorf unterstützen den Brief der rheinischen Oberbürgermeister zur Flüchtlingspolitik an die Bundeskanzlerin

Düsseldorf, 3. August 2018 – Die Diakonie Düsseldorf, die Kaiserswerther Diakonie und die Graf Recke Stiftung begrüßen den gemeinsamen Brief der Oberbürgermeister der Städte Düsseldorf, Köln und Bonn an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die drei Stadtoberhäupter setzen sich darin für eine Wiederaufnahme der Seenotrettung im Mittelmeer ein und bieten der Kanzlerin an, in Not geratene Flüchtlinge aufzunehmen, um damit ein Signal für Humanität, das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter zu setzen.

Wie der Präses der Ev. Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, sind auch wir dankbar, dass durch das Schreiben der drei Oberbürgermeister die Frage nach einer humanen Flüchtlingspolitik wieder in den Mittelpunkt gerückt wird. Zu den Grundüberzeugungen unseres christlichen Glaubens gehört die Einsicht, dass jeder Mensch ein von Gott geliebtes und geachtetes Geschöpf ist. Aufgrund dieser Erkenntnis und der Erfahrungen, die wir in unserer Arbeit mit Geflüchteten machen, ist für uns eine Flüchtlingspolitik nicht hinnehmbar, die den Tod tausender Menschen in Kauf nimmt, die über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchen. 

Das Ringen um eine gemeinsame europäische Asylpolitik ist notwendig. Wir wissen, dass die anstehenden Fragen nicht leicht zu lösen sind, doch Europa kann nicht die Geltung grundlegender humanitärer Werte aussetzen. Zu diesen Werten gehört es, Menschen in Lebensgefahr zu retten und ihnen eine sichere Aufnahme zu gewähren.