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Grundsteinlegung in der Kita am Muhrenkamp - Andacht des Theologischen Vorstands

Anlässlich der Grundsteinlegung für die Erweiterung der Kita am Muhrenkamp in Mülheim an der Ruhr richtete der Theologische Vorstand der Graf Recke Stiftung, Pfarrer Markus Eisele, seine Worte insbesondere an die Kindergartenkinder. Hier können Sie die Andacht mit einem Beispiel für ein Händegebet lesen:

Gedanken

Jesus hat einmal vom Hausbauen gesprochen: »Jeder, der auf meine Worte hört und danach lebt, ist ein kluger Mensch. Ein kluger Mensch baut sein Haus auf festem Untergrund. Egal wie heftig das Wetter ist, egal ob Gewitter, Hochwasser oder Sturm, ein gut gebautes Haus stürzt nicht ein!“ 

(Mt 7,24-25)

Auch in dem Buch von Gott, in der Bibel, ist das Haus sehr wichtig. Die Menschen damals träumten von einer Heimat, in der sie Häuser bauen und Weinberge pflanzten konnten. Und Gott schenkte sie ihnen. 

Auch wir leben in Häusern. Wer von Euch malt Häuser gerne? 

Ich habe ein Bild, das ein Kind gemalt hat. Was seht Ihr darauf?

Lasst uns mal sammeln: Was gehört zu einem guten Haus dazu? Dach, Boden, Platz, Spielsachen, Essen und Trinken, Mama, Papa, Geschwister, etc.

Jeder wünscht sich ein schönes Haus. In das man gerne hineingeht und gerne darin wohnt. 

Ein Haus bauen, ist viel mehr, als nur die Mauer aufstellen.

Eine KiTa bauen, ist viel mehr als nur auf Mauern und Untergrund zu achten.

Was macht eine gute KiTa aus? Spielplatz, grüner Rasen, Freunde treffen, liebe Erzieherinnen haben, gutes Essen essen, Spaß haben, etwas lernen, sich sicher fühlen, miteinander feiern, singen, von Gott hören, beten.

Jesus hat seine Freundinnen und Freunde daran erinnert, wie wichtig es ist, sein Haus auf einen guten Boden zu stellen, damit es nicht zusammenfällt.

Im Grunde seid Ihr Kinder die besten Baumeister des Lebens! Ihr wollt allen Dingen auf den Grund gehen, sie verstehen, ausprobieren und begreifen. Dafür gibt es KiTas. Für Euch gibt es bald diesen Kindergarten – wo Ihr hoffentlich alles das findet. Und das mit Gottes Segen!

Ein Händegebet

„In der Kirche beten wir oft. Beten heißt: Gott unsere Wünsche hinhalten. Und das machen wir jetzt mit einander.“

Der Pfarrer beschreibt die Gesten und macht sie den Kindern jeweils vor.

„Ihr Kinder legt eure Hände aneinander und macht daraus eine Schale. In eure Schale legt ihr jetzt hinein, was ihr Gott sagen wollt: Einen Wunsch, oder das, worüber Ihr Euch freut, vielleicht auch, etwas, wovor ihr Angst habt, oder ein Geheimnis.“

Gegebenenfalls hier eine Klangschale ertönen lassen, für die Dauer des Klangs den Kindern Zeit lassen.

„Und wenn ihr etwas reingelegt habt, dann legt ihr die Hände zusammen. So wird euer Geheimnis in eurer Schale geschützt. So sieht es nur Gott.“

Die aneinander gelegten Hände werden nach oben gedreht. So kommen alle in Gebetshaltung.

„Unsere Hände bleiben zu und wir beten: Danke für diesen schönen Tag. Danke für … Amen.“

Segen

  • Gott du bist innen (Arme vor dem Bauch verschränken)
  • und außen (Arme ausbreiten)
  • und um mich herum (weiter Kreis mit den Armen beschreiben),
  • gieß über mich deinen Segen aus (mit den Fingern tröpfelnde Bewegungen über dem Kopf),
  • du sollst in mir wohnen (dabei anfangen ein Dach über dem Kopf zu bilden),
  • ich bin dein Haus (Dach aus den Händen auf dem Kopf absetzen)
  • So segne uns der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!
  • Amen (einander die Hände reichen)