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Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um den Pflichtdienst anlässlich einer Anfrage des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL

Als soziale und diakonische Einrichtung wissen wir, wie wichtig der Zivildienst war. Für viele Jugendliche war es eine prägende Zeit. Wir erleben nun seit Jahren die Bedeutung der Freiwilligendienste für junge Menschen, die diesen Dienst an der Gemeinschaft freiwillig übernehmen. Diese Erfahrungen fördern die persönliche Entwicklung und geben vielen eine wichtige berufliche Orientierung und Perspektive. Die Neuauflage eines Zwangsdienstes aber lehnen wir ab. Es muss mehr dafür getan werden, dass sich junge Menschen freiwillig einbringen und auch einbringen können – als Bufdis oder FSJler. Dieses Engagement stärkt das WIR in der Gesellschaft und kann den sichtbaren Tendenzen der Entsolidarisierung entgegenwirken. Statt über eine Dienstpflicht zu diskutieren, ist es Zeit, die Freiwilligendienste nachhaltig zu stärken. Indem die gesammelten Erfahrungen zum Beispiel bei der Berufs- und Studienausbildung anerkannt oder den Freiwilligen Vergünstigungen im Nahverkehr oder bei Freizeitangeboten gewährt werden. Dann gelingt es auch, dass sich wieder mehr junge Menschen für soziale Berufe interessieren und sich für die Gesellschaft engagieren.

Pfarrer Markus Eisele, Theologischer Vorstand, und Petra Skodzig, Finanzvorstand

Düsseldorf, 11. August 2018

DER SPIEGEL hat unsere Senioreneinrichtung Walter-Kobold-Haus in Düsseldorf-Wittlaer besucht. Der Artikel dazu ist in der heutigen Ausgabe des Magazins erschienen.