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Stellungnahme des Vorstandes der Graf Recke Stiftung zum Strafprozess gegen ehemalige Mitarbeitende vor dem Düsseldorfer Landgericht

Wir begrüßen die strafrechtliche Aufarbeitung vor dem Landgericht Düsseldorf gegen ehemalige Mitarbeitende der früheren Stiftungstochter Educon gGmbH betreffend die Vorwürfe der Misshandlung von Kindern und Jugendlichen im Frühjahr 2008 in der damaligen Wohngruppe ,Lernfenster‘. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe und der damit einhergehenden Selbstanzeige der Graf Recke Stiftung bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf war es uns ein zentrales Anliegen, gegenüber der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sowie dem zuständigen Landesjugendamt für größtmögliche Transparenz und umfassende Aufklärung Sorge zu tragen.

Unabhängig von einer Bewertung der bisherigen Urteile sehen wir uns grundsätzlich in unserem entschiedenen Handeln nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfe bestätigt. Wir haben in der Folge eine Fülle von Maßnahmen veranlasst und umgesetzt, die sowohl die Rechte als auch das Wohl der Kinder und Jugendlichen nachhaltig sicherstellen sollen. (Ausführliche Infos zum Thema sind auch in unserem aktuellen Unternehmensmagazin recke:in zu finden.)

So ist die ehemals selbstständige Educon gemeinnützige GmbH wieder als Geschäftsbereich Erziehung & Bildung in die Graf Recke Stiftung integriert worden. Damit waren umfangreiche Organisationsentwicklungsprozesse und qualitätssichernde Maßnahmen im neuen Geschäftsbereich Erziehung & Bildung verbunden. In Abstimmung mit dem Landesjugendamt ist gewährleistet, dass in allen Wohngruppen ausschließlich qualifizierte Mitarbeitende nach dem Vier-Augen-Prinzip arbeiten.

Alle Mitarbeitenden in der Graf Recke Stiftung verpflichten sich durch Unterschrift zur Einhaltung von Compliance-Regeln, die das Wohl der uns anvertrauten Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Die Stabsstelle Qualitätsmanagement sichert zudem eine ständige Weiterentwicklung der Qualitätsstandards des Geschäftsbereiches Erziehung & Bildung.

Selbstverständlich wissen wir unsere ehemaligen Klienten gut versorgt sowie betreut und haben in engem Kontakt mit den Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen besondere Angebote sowie umfangreiche Hilfen vereinbart und erfolgreich umgesetzt.

Mit öffentlichen Fachtagungen in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland beteiligt sich die Stiftung aktiv an der Weiterentwicklung von Präventionsstrategien zum Schutz des Kindeswohls.

Das den betroffenen Kindern und Jugendlichen widerfahrene Leid in der Wohngruppe ,Lernfenster‘ hat uns bestürzt und die Graf Recke Stiftung stellt sich ihrer Verantwortung. Wir verstehen die aktive Förderung der Entwicklung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen, ihr Wohl und ihre Beteiligung an den Lern- und Entwicklungsprozessen in den Angeboten unseres Geschäftsbereiches Erziehung & Bildung als unsere vornehmste Verpflichtung.

Düsseldorf, 6. Juli 2017

Rückfragen:  Referatsleitung Kommunikation, Kultur & Fundraising (siehe Kontakt)