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Ein Abend voller Geschichten aus über 250 Jahren: Jubilarsehrung im Haus Litzbrück

|   Stiftungsverbund

Auf über 250 Jahre Graf Recke Stiftung bringen die 14 Jubilare, die gestern im Haus Litzbrück in Angermund für ihr langjähriges Engagment geehrt wurden.

Wir gewinnen Lohn, weil wir an Gottes Werk mitarbeiten“, zitierte Markus Eisele, Theologischer Vorstand, in seiner Andacht einen Gedanken aus den Anfängen der Diakonie, der lange prägend gewesen sei. "Menschen haben für Himmelslohn gearbeitet. Das ist heute zum Glück anders. Die Entlohnung ist geregelt. Daneben ist die Dankbarkeit der Menschen, mit denen wir arbeiten oder für die wir arbeiten, ein wichtiger Lohn – täglich Brot."

Gemeinsam mit Finanzvorstand Petra Skodzig sprach der Theologische Vorstand nun im Rahmen der traditionellen Jubilarsehrung 14 Mitarbeitenden mit 25 und mehr Berufsjahren in der Graf Recke Stiftung den Dank für ihr Wirken aus. "Sie haben viel getan, für Kinder und Jugendliche, für Schülerinnen und Schüler, für Menschen im Alter."

Im feierlichen Rahmen des Hauses Litzbrück in Angermund gab es an diesem Abend wieder viele Geschichten zu hören: Eine Erzieherin berichtet davon, wie sie eines Morgens ins Zimmer eines Jugendlichen kam und sich durch einen Wald von Palmen schlagen musste - der junge Mann hatte sich in der benachbarten Gärtnerei bedient (und auf Weisung der Erzieherin brav zurückgebracht). Ein anderer erzählte von einem Besuch mit Jugendlichen seiner Wohngruppe in einem Möbelhaus, in dem sie auf einen Abteilungsleiter trafen, der selbst in der Graf Recke Stiftung groß geworden war. (Zitat: "Ihr habt mir echt geholfen.") Eine Förderschullehrerin erinnert sich an den Anfang ihrer Dienstzeit: Nach kurzer Zeit und einigen herausfordernden Erfahrungen mit ihren neuen Schülern habe sie bei der Post angerufen und gefragt, ob man dort noch Briefträgerinnen benötige. Die Post verneinte, heute sei sie sehr froh, (25 Jahre) an ihrem Platz geblieben zu sein. Und eine Mitarbeiterin erinnert sich an ihre Anfänge: Eigentlich habe sie sich als Hauswirtschafterin beworben, sei dann aber als Pflegeassistentin eingestellt worden. Und weil sie sich von den Fachkräften nicht ernst genug genommen fühlte, habe sie es allen zeigen wollen und sich zur Pflegefachkraft qualifiziert.

Viele Geschichten, eine Gemeinsamkeit, die Pfarrer Eisele so zusammenfasste: "Jede und jeder von Ihnen könnte ein Buch schreiben. Aber wir können uns zumindest davon erzählen. Damit Ihre Erfahrungen, Ihre Erinnerungen, was alles passiert ist, damit das alles nicht in Vergessenheit gerät."

Die Jubilare, die gestern geehrt wurden:

Erziehung & Bildung
25 Jahre: Nicole Dobler-Peter, Marcus Harnischmacher, Heinz-Josef Neunzig
30 Jahre: Andrea Evertz, Markus Kaiser, Reinhard Lingk
40 Jahre: Ingrid Scholt

Graf Recke Pädagogik gGmbH, Grünau
30 Jahre: Bettina Heil, Elisabeth Klatt, Lida Meier

Schulen der Graf Recke Stiftung
25 Jahre: Astrid Jacobs, Karin Riße

Wohnen & Pflege
30 Jahre: Sabine Thomas

Stiftungsverwaltung
25 Jahre: Emma Sebold

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