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Kein Weg zu weit für einen Social Day!

|   Social Day

Aus ganz Nordrhein-Westfalen, Frankfurt und Holland kam das Social-Day-Team nach Hilden und verschönerte das Wohnen der Senioren.

An bis zu fünf Tagen im Jahr können sich die Mitarbeitenden der Garchinger IT-Firma Cisco Systems sozial engagieren. Sie werden für diese Zeit freigestellt. Das Social-Day-Team unter der Koordination von Deniz Ülker hatte sich dafür entschieden, handwerklich anzupacken und in der Senioreneinrichtung Haus Buche Fluren und dem Aufenthaltsraum einen frischen Anstrich zu verleihen. Dafür hatte sich das siebenköpfige Team Ende November einen ganzen Tag Zeit genommen.

Beim gemeinsamen Frühstück erfuhren die Teilnehmenden des Social Days mehr über die Graf Recke Stiftung und ihre Arbeit im Dorotheenviertel Hilden. Der Leiter der insgesamt drei Senioreneinrichtungen im Dorotheenviertel Hilden, Michael Zieger, begrüßte das Team persönlich und freute sich über die motivierten Helfer.

Deniz Ülker erklärte, warum das Team sich für einen Social Day entschieden hat: „Im oft hektischen Alltag verliert man schon mal den Blick dafür, wie gut es einem eigentlich geht. Wir finden es wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen und anderen Menschen, die Unterstützung benötigen, etwas zurückzugeben“.

Flieder, Cappuccino oder Weiß?

An den Wänden gab es versteckte Botschaften für die fleißigen Helfer: Auf Notizzetteln stand „Cappuccino“, „Flieder“ und „Weiß“. Nach einer Stärkung mit Kaffee und belegten Brötchen war das die Frage, denn diese Farben hatten sich die Bewohner für die Renovierung gewünscht. Ausgestattet mit den Zielfarben gab es erst einmal die Grundausstattung für alle: einen weißen Overall, Abklebeband, Rolle, Pinsel und Farbeimer. Schnell kristallisierten sich persönliche Arbeitsvorlieben heraus. Gleich zu Beginn entdeckten zwei Social-Day-Teilnehmende ihren Spaß am Abkleben, zur Erleichterung derjenigen, die lieber mit Farbrolle und Pinsel an den Wänden Meter machten.

Bis zum Mittagessen waren die Erfolge dann auch sichtbar. Flieder in den Fluren und Cappuccino im Aufenthaltsraum – beides kam bei allen in der Einrichtung sehr gut an. Für die einzige Frau im Cisco-Team, Melis Yetkiner, war es bereits der zweiter Social-Day-Einsatz bei Cisco: „Mir macht es Freude, einmal aus dem Büro herauszukommen, etwas Handwerkliches zu machen und dabei anderen Menschen zu helfen. Zumal man so auch die Kollegen von einer ganz anderen Seite kennenlernt.“

Nach der Suppe wurde die Farbe Weiß in Angriff genommen. Die ganze Etage war eigentlich an einem Tag nicht zu schaffen, aber beim Cisco-Team war der Ehrgeiz geweckt, so weit wie möglich zu kommen. Auch wenn dann noch die kniffeligeren Aufgaben anstanden: Beim Abkleben von Heizungen und Fensterrahmen etwa war die ganze Kunstfertigkeit der beiden Kollegen mit dem Klebeband gefragt. Bis vier Uhr nachmittags und noch darüber hinaus wurde eifrig gestrichen – die letzten Farbrollen wurden erst beiseitegelegt, als auch die Wand im Aufenthaltsraum fertig war.

Einmal über den eigenen Tellerrand schauen

Die Erholung bei Kaffee und Kuchen war danach sehr willkommen und alle Teilnehmenden des Social Days zogen ein positives Fazit. „Es war schön, hier im Haus Buche ein Pflegeheim kennenzulernen. In unserem Berufsalltag ist man von dem Leben hier sehr weit weg und es hat gutgetan, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Wenn für einen selbst die Frage ansteht, wie man beispielsweise seine Eltern im Alter versorgen kann und möchte, ist es schön zu wissen, dass man heutzutage im Altenheim in Gemeinschaft noch glückliche Jahre verbringen kann“ sagte der Social-Day-Teilnehmer Uwe Wiech.

Die Teilnehmenden waren sehr interessiert daran, was den Alltag im Haus Buche ausmacht und wie die Mitarbeitenden im Dorotheenviertel Hilden mit den Herausforderungen ihres Berufs umgehen. „Wie hier in einer sozialen Einrichtung für Senioren zu arbeiten, dazu gehört Überzeugung, Engagement und sicherlich auch viel Geduld. Ich bewundere jeden, der sich dazu entschließt“, zeigte sich Jasper Jansen vom Cisco-Team beeindruckt.

Dem konnte Einrichtungsleiter Michael Zieger nur zustimmen: „Das ist richtig, hier ist sehr viel Einstellungssache. Vielleicht überrascht es, aber gerade bei den Mitarbeitenden, die im geschützten Bereich des Haus Ahorn teilweise schwer an Demenz erkrankte Menschen betreuen, haben wir die geringste Fluktuation. Ganz offenbar gibt einem diese Arbeit auch viel zurück. Mit der neuen Ausbildung zur Präsenzkraft, die wir eigens für die Betreuung von an Demenz erkrankten Bewohnern entwickelt haben, bemühen wir uns, unseren Mitarbeitenden für ihren zukünftigen Einsatz im gerade im Bau befindlichen Ahorn-Karree weitere Unterstützung an die Hand zu geben.“

Im Haus Buche jedenfalls freuten sich die Seniorinnen und Senioren schon jetzt sehr über ihre frisch gestrichene Etage und bedankten sich beim Cisco-Team für die tatkräftige Hilfe mit einem selbstgestalteten Bild. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihren engagierten Einsatz und ein tolles Ergebnis in Flieder, Cappuccino und Weiß!

Zeit für einen Social Day bei uns!

Planen auch Sie, sich mit Ihrer Firma sozial zu engagieren? Gerne unterstützen wir Sie dabei, einen Social Day in einem unserer Einrichtungen gemeinsam durchzuführen.
Özlem Yılmazer, Leiterin Fundraising, freut sich auf Ihren Kontaktaufnahme unter Tel.: 0211 4055 1800 oder E-Mail O.Yilmazer@graf-recke-stiftung.de.

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