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Weg mit den Vorurteilen: Die Graf Recke Stiftung gegen Stigmatisierung

Weg mit den Vorurteilen – die Graf Recke Stiftung wirkt der Stigmatisierung von Menschen mit Unterstützungsbedarf aktiv entgegen. Gemeinsam mit heutigen und ehemaligen Bewohnern der Jugendhilfe, Klienten aus dem Sozialpsychiatrischen Verbund und engagierten Mitstreitern sendet sie auf verschiedenen Kanälen Zeichen gegen Vorurteile und zeigt, wie das Leben in Einrichtungen der Stiftung heute aussieht.

Die Graf Recke Stiftung beim Kirchentag

Unter der Losung »Was für ein Vertrauen« findet der Deutsche Evangelische Kirchentag 2019 vom 19. bis 23. Juni in Dortmund statt. Beim Bühnenprogramm im Forum Diakonie in Halle 6 sowie bei einer Filmvorführung im Kino Schauburg stellten rund 50 Mitarbeitende, Bewohner, ehemalige Bewohner und Klienten die einzelnen Projekte vor:

Am Donnerstag warb die Initiative Wir sind doch keine Heimkinder der Graf Recke Stiftung mit ihrem Film „Wir sind doch keine Heimkinder“ dafür, das Stigma „Heimkind“ zu überwinden. Am Abend wurde der Film öffentlich in einem Kino in der Nähe des Hauptbahnhofs gezeigt. Prominente Besucherin war Maria Loheide vom Vorstand der Diakonie Deutschland. Im Anschluss an den Film kam es zu einer sehr bewegenden Diskussion mit den Zuschauern. Eine junge ehemalige Bewohnerin einer Wohngruppe, unterstrich: „Die Graf Recke Stiftung war meine Rettung. Sonst wäre ich heute tot.“ Und ein ehemaliges "Heimkind" der 50er Jahre zeigte sich bei allen schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit dankbar dafür, dass sie nach so vielen Jahren ihre Geschichte aufarbeiten konnte und eine Lebenslüge überwinden konnte.

»Alt, dement und abgeschoben?« So lautete die Überschrift über dem Auftritt am Freitag im Forum Diakonie, bei der eine Pflegedienstleitung und ein Auszubildender aus dem Dorotheenviertel Hilden über neue Wege im Umgang mit Demenz sprachen. Schwung brachte der inklusive Chor „Aufwind“ der Graf Recke Stiftung am Samstag in die Messehalle, als Klienten und Mitarbeitende mit dem Publikum über die Herausforderungen der Inklusion von Menschen mit psychischen Behinderungen sprachen.

Weitere Veranstaltungen außerhalb des Kirchentages

Ende Juni fand der Fachtag »Partizipation versus Stigma« der Graf Recke Erziehung & Bildung in Düsseldorf-Wittlaer statt.

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Zwei Tage später rundete eine Autorenlesung von Christiane Wirtz das Programm ab. Unter dem Titel »Neben der Spur. Wenn die Psychose die soziale Existenz vernichtet« hat die 51-Jährige ihren Kampf mit ihrer psychischen Erkrankung beschrieben. Die Lesung zeigte, wie wichtig der Austausch über psychische Erkrankungen ist. Menschen wie die Autorin, die von ihren eigenen Erfahrungen berichten, können dabei echte Mutmacher für andere Betroffene sein.

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Unser aktuelles Unternehmensmagazin

Auch unser aktuelles Unternehmensmagazin beschäftigt sich mit dem Thema. Die recke:in 2/2019 ist im Juni unter dem Titel "Weg mit den Vorurteilen" erschienen und erzählt, wie sich Betroffene gegen Ausgrenzung und Vorurteile engagieren. www.graf-recke-stiftung.de/reckein