Mathilde Büttner und Lous Dassen genießen ihr Leben in den eigenen vier Wänden, auch dank recke:mobil. Der ambulante Pflegedienst der Graf Recke Stiftung unterstützt die beiden Frauen in Düsseldorf-Unterrath und Düsseldorf-Wittlaer seit Jahren ganz individuell. Verlässlichkeit und Konstanz zeichne ihr Team aus, sagt Bereichsleiterin Franziska Krieger. Mathilde Büttner schätzt vor allem dessen Freundlichkeit und Flexibilität, Lous Dassen hat vollstes Vertrauen in jede einzelne Pflegekraft. Diese müssen bei ihr nicht einmal klingeln.

Wenn Mathilde Büttner für etwas bekannt ist, dann für ihr freundliches Wesen. Sie meint es gut mit den Menschen um sie herum, auch wenn das Leben nicht immer gut zu ihr war. Rund 20 Jahre lang verbrachte sie aus gesundheitlichen Gründen im Betreuten Wohnen. Doch seit rund drei Jahren lebt die 62-Jährige nun in ihrem eigenen Appartement im Service-Wohnen Zum Königshof der Graf Recke Stiftung in Düsseldorf-Unterrath. Möglich ist das unter anderem durch den ambulanten Pflegedienst recke:mobil, der drei Mal am Tag bei ihr vorbeikommt. Dafür sei sie sehr dankbar, sagt sie und lächelt, wie sie es so oft tut.
Das überrascht angesichts ihrer langen Krankheitsgeschichte. „Ich bin mein ganzes Leben lang psychisch belastet“, sagt Mathilde Büttner. Mit 14 Jahren habe sie einst ihr Elternhaus verlassen. „Ich hatte keine schöne Kindheit“, fasst die gebürtige Düsseldorferin knapp zusammen. Halt fand sie bereits als Jugendliche im Haus Bethanien, einer diakonischen Einrichtung für Mädchen und Frauen mit psychischen Erkrankungen, ebenfalls in Unterrath. Durch Fachkräfte von dort wird sie bis heute psychologisch betreut. „Die pflegerische und hauswirtschaftliche Unterstützung übernehmen wir“, sagt Franziska Krieger, Bereichsleiterin für die ambulanten Angebote der Stiftung. „Wir arbeiten da Hand in Hand.“
Das war bereits vor dem Umzug von Mathilde Büttner in ihre jetzige Wohnung so, die ihr von Franziska Krieger vermittelt wurde. „Am Anfang ging es bei mir um Blutzuckermessen und Spritzen“, erzählt die Diabetes-Patientin. Längst kümmern sich die Pflegekräfte bei ihr auch um die Medikamentenvergabe für diverse andere Beschwerden und die tägliche Körperpflege, einmal in der Woche bekommt Mathilde Büttner zudem Hilfe im Haushalt. „Ich bin sehr zufrieden. Sie sind alle sehr nett und gehen auch auf meine Fragen ein“, lobt sie. Dazu seien sie zeitlich sehr flexibel, „wenn ich mal länger als üblich in der Stadt bin“.
Wünsche werden berücksichtigt
Das sei ein Merkmal von recke:mobil, meint Franziska Krieger: „Wir versuchen, möglichst solche Wünsche zu berücksichtigen.“ Dabei helfe auch die Größe des Pflegedienstes mit mehr als 200 Klienten im Düsseldorfer Norden und aktuell 35 Mitarbeitenden in unterschiedlichen Funktionen. „Das sorgt für Stabilität und Flexibilität gleichermaßen.“ Jeden Tag aktualisiere man die Tourenplanung, um aktuelle Gegebenheiten einzuarbeiten. Daher sei sie „überzeugt, dass wir uns positiv abheben, in Qualität und Verlässlichkeit“, sagt sie. „Und auch in der Konstanz, da kommt nicht jeden Tag jemand anders.
Bei uns kommt nicht jeden Tag jemand anderes.
Mathilde Büttner weiß das zu schätzen: Sie kennt den Geburtstag von allen Mitarbeitenden und hat für diese zuverlässig Blumen besorgt. „Ich interessiere mich für die Menschen, die mich unterstützen“, erklärt sie diese Form ihrer Wertschätzung. Im Gegenzug könne sie sich auf recke:mobil verlassen, in zwei „brenzligen Situationen“ habe man ihr schon geholfen, als einmal der Herd und einmal die Mikrowelle in Flammen standen. Wie besorgt alle um sie sein können, hat sie ebenfalls bereits erfahren: Ein einziges Mal hatte die 62-Jährige vergessen, Bescheid zu geben, dass sie zur üblichen Zeit nicht zu Hause ist. „Und ich hatte auch das Handy auf leise gestellt. Da war Holland in Not“, erinnert sie sich. „Aber es ist auch ein beruhigendes Gefühl, dass jemand da ist, der sich kümmert.“
Und so wünscht sich Mathilde Büttner, „dass ich noch möglichst lange hier wohnen bleiben kann“; gemeinsam mit ihren Wellensittichen Schneckchen und Mäxchen, der zweite ein Geschenk von recke:mobil-Mitarbeiterin Nicole, sowie den geliebten Stoff-Schäfchen. Franziska Krieger ist sich in diesem Punkt sicher: Falls es einen höheren Pflegebedarf geben sollte, könne man auch noch öfter kommen, versichert sie. So wie damals, als man nach einer Operation auch die Wundversorgung übernommen habe. Mathilde Büttner freut sich, denn sie hat trotz aller Nackenschläge ihre Zuversicht ohnehin nie verloren. „Das kommt auch aus meinem starken Gottvertrauen“, sagt sie dann. „Sonst wäre ich wohl nicht mehr hier.“

„Immer die gleichen Gesichter“
Während Mathilde Büttner ihre Kraft aus dem Glauben schöpft, ist das Lebenselixier von Lous Dassen die Musik; Jazz, Blues, Rock‘n‘Roll. Bis heute steht die 80-Jährige mit ihrer Band „Lous & the Groovies“ auf der Bühne, zuletzt hat sie auf der Nikolausfeier im Seniorenzentrum Walter-Kobold-Haus der Graf Recke Stiftung gesungen. Allzu weit gehen musste sie dafür nicht: Die gebürtige Niederländerin wohnt seit Jahren im benachbarten Service-Wohnen in Wittlaer. Ihr verstorbener Mann, einst Schriftsteller und Autor an der Düsseldorfer Kabarett-Institution Kom(m)ödchen, sei nach einer Hirnblutung dort gepflegt worden und sie daher nebenan eingezogen. „Franzi war unsere Vertrauensperson“, erzählt sie – und zeigt auf Franziska Krieger. Tatsächlich war die heutige recke:mobil-Chefin damals Pflegefachkraft auf der Station ihres Mannes, womit sich quasi ein Kreis schließt.
Denn seit knapp zehn Jahren nimmt Lous Dassen nun die Dienste des mobilen Pflegedienstes in Anspruch. Zuweilen beim Einkaufen oder in der Beratung, wenn es etwa um Hilfsmittel geht oder Organisatorisches. „Vor allem aber wegen der Kompressionsstrümpfe, die kriegt man ja alleine nicht an“, sagt sie mit einem Lachen. Täglich in den frühen Morgenstunden kommen dafür also die Pflegekräfte zu ihr, auch am Wochenende. Ihr Vertrauen sei so groß, dass diese nicht einmal klingeln müssten, sondern mit ihrem Schlüssel einfach reinkommen dürfen. Es seien seit langem „ja immer die gleichen Gesichter“, freut sie sich. „Ich muss morgens die Augen gar nicht aufmachen und weiß trotzdem wer da ist.“
Nicht ein einziges Mal habe es für sie Anlass zur Beschwerde gegeben. „Die Pflegekräfte sind alle sehr freundlich und wissen was sie tun“, betont Lous Dassen. Die Rufbereitschaft rund um die Uhr, gibt ihr zudem ein gutes Gefühl, es sei immer jemand ansprechbar. Und sollte sie einmal intensiver gepflegt werden müssen, was gerne noch etwas dauern dürfe, wisse sie schon, wen sie sich dafür wünschen würde. Nicht ausgeschlossen, dass Franziska Krieger auch das organisieren wird. „Das kriegen wir hin“, sagt die Bereichsleiterin und schmunzelt.

Wiedersehen im Seniorenzentrum
Es ist dieses Familiäre, das Lous Dassen so mag. Fast so wie damals, als sie Mitte der 80er-Jahre den legendären Club „Dr. Jazz“ in der Düsseldorfer Altstadt führte. Kaum eine Jazzgröße, die nicht bei ihr aufgetreten wäre, man kannte und schätzte sich. Nur schweren Herzens habe sie den Laden 2000 aufgegeben. Ihr komme es vor, „als sei das letzte Woche gewesen“, sagt die 80-Jährige. Beim jüngsten Auftritt mit ihrer Band im Seniorenzentrum wurde ihr jedoch bewusst, dass ihre damaligen Gäste mit ihr gemeinsam älter geworden sind: „Da waren einige dabei, die wir noch vom ‚Dr. Jazz‘ kannten.“
