Als 1834 der erste offizielle Karnevalszug durch Düsseldorf zog, gab es das Rettungshaus des Grafen von der Recke in Düsselthal schon zwölf Jahre. Nach fast zwei Jahrhunderten haben die Graf Recke Stiftung und der Düsseldorfer Rosenmontagszug nun erstmalig zusammengefunden.
Unter dem Motto „Zosamme jeck, zosamme stark – Teilhabe ist ein Menschenrecht!“ waren 35 Leistungsberechtigte und Mitarbeitende der Graf Recke Stiftung als Fußgruppe im Düsseldorfer Rosenmontagszug dabei. Die Teilhabären setzten damit ihren grünleuchtenden Tatzenabdruck unter das diesjährige Motto: „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“
Sogar die Sonne ließ sich, allen Ankündigungen zum Trotz, von Zeit zu Zeit blicken, doch auch die häufigen Regenschauer konnten der großartigen Stimmung der Teilhabären nicht trüben. Sie genossen sichtlich die Begeisterung der Menge entlang der Strecke und teilten den Inhalt aus ihren Wurftaschen gern auch im direkten Kontakt mit ihnen.
Annette bei Antenne
Am Morgen vor dem Zug sendete Antenne Düsseldorf ein zweiteiliges Interviews mit unserer zuständigen Bereichsleiterin Annette Methfessel, das wir hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion zur Verfügung stellen.
„Teilhabe ist ein Menschenrecht.“ So stand es auf dem Begleitfahrzeug der Teilhabären im ersten Drittel des Zugs. Teilhabe bedeutet dazugehören, mitmachen und mitgestalten. Nicht für alle Menschen ist das selbstverständlich, wenn sie durch eine Behinderung, eine psychische Erkrankung, im Alter oder aus anderen Gründen nicht oder nur eingeschränkt an der Gesellschaft teilhaben können. Deshalb auch die Idee, erläuterte Annette Methfessel noch am Rosenmontagsmorgen im Radiointerview mit Antenne Düsseldorf: „Wir haben gemeinsam mit der Unternehmenskommunikation und Bewohnerinnen und Bewohnern überlegt: Was können wir machen, um unseren Grundgedanken, dass soziale Teilhabe ein Menschenrecht ist, symbolisch darzustellen?“ Die Teilhabären in Grün sind die gemeinsame Antwort darauf. Einen besonderen Dank richtete sie an Bürgermeister Josef Hinkel, „der das mit seinem sozialen Engagement überhaupt erst möglich gemacht hat.“

Groß gefeiert wurde im Anschluss nicht – der lange Fußmarsch und die vielen großartigen Eindrücke zeigten Wirkung bei allen Teilhabären, die müde, aber glücklich ihren Heimweg antraten.











