|

Seit Sommer 2025 trägt der diakonische, mobile Pflegedienst aus Opladen den Namen „recke:mobil Leverkusen“. Durch den Trägerwechsel hin zur Graf Recke Stiftung hat sich aber sonst nichts verändert: Durch ein überschaubares Einzugsgebiet verbringt das engagierte Team von Heidi Hanke mehr Zeit bei den Menschen, statt auf der Straße. Das gilt insbesondere für die Palliativversorgung, ein besonderes Merkmal des Pflegedienstes.

Der Name ist neu, alles andere blieb gleich. Im Zuge der Übernahme des Altenheims Ulrichstraße der Evangelischen Gesellschaft für gemeinnützige Altenhilfe Opladen mbH durch die Graf Recke Quartier Leverkusen gGmbH im Sommer 2025, wechselte auch der mobile Pflegedienst in neue Trägerschaft. „recke:mobil Leverkusen“ steht seitdem auf den Autos der Pflegekräfte, die insgesamt rund hundert Menschen in acht Stadtteilen betreuen, in Lützenkirchen, Bürrig, Opladen, Küppersteg, Bergisch Neukirchen, Quettingen, Rheindorf und Hitdorf. „An unserer Arbeit hat sich durch den Trägerwechsel von der Diakonie zur Stiftung nichts geändert, und auch nichts an unserem Anspruch“, sagt Heidi Hanke. 

Die examinierte Krankenschwester ist seit neun Jahren die Leiterin von recke:mobil in Leverkusen, 16 Mitarbeitende umfasst ihr Team aus Pflegefachkräften und Pflegeassistenten sowie Hauswirtschafts- und Betreuungskräften. Diese unterstützen die Seniorinnen und Senioren im Haushalt, beim Einkauf oder bei Arztbesuchen, sagt Heidi Hanke. „Die anderen sind im Leverkusener Norden pflegerisch unterwegs.“ Und das Angebot sei vielfältig: von der regulären Behandlungspflege bis hin zur Palliativversorgung, eine Besonderheit des Pflegedienstes, wie sie betont. „Wir ermöglichen Menschen ein würdevolles Leben und Sterben im eigenen Zuhause.“

Am Anfang allerdings gehe es oft lediglich um Unterstützung, bei der Körperpflege etwa. „Viele haben zunächst Scheu, einen fremden Menschen in ihre Wohnung und Intimsphäre zu lassen“, weiß Heidi Hanke. Nach dem Erstgespräch, das in der Regel sie mit Interessenten führt, sei das Eis dann meist schon gebrochen: Aus einem Besuch in der Woche werden dann häufig schnell mehrere. „Was auch an unseren engagierten Pflegekräften liegt, die genauso professionell wie empathisch sind“, so Heidi Hanke. Ob jemand diese Eigenschaften mitbringe, darauf lege sie bereits bei der Einstellung genauso viel Wert wie Einrichtungsleiter Michael Gotzmann. Dieser führt das Seniorenheim an der Ulrichstraße mit derzeit 130 stationären Plätzen, die im Zuge der Entwicklung des Graf Recke Quartiers Leverkusen in den kommenden Jahren um Appartements im Service-Wohnen sowie durch zwei Hauswohngemeinschaften erweitert werden. Der ambulante Pflegedienst recke:mobil wird dann ebenfalls Teil des Angebots sein. Dessen Einzugsgebiet sei bewusst überschaubar gehalten, weswegen man die Wege kurz halten könne, sagt Michael Gotzmann. 

Das sei wirtschaftlich von Vorteil, aber auch ein Qualitätsmerkmal des Pflegedienstes. „Wir verbringen die Zeit lieber bei den Pflegebedürftigen als auf der Straße.“ Es sei ein Teil des Ansatzes von recke:mobil, gegen das Klischee, die ambulanten Pflegekräfte hätten immer zu wenig Zeit, bestätigt die Pflegedienstleiterin. Dass dem nicht so sei, trotz 24-Stunden-Rufbereitschaft, liege zunächst in ihrer Verantwortung, wenn sie die Dienstpläne erstelle, sagt Heidi Hanke. Allerdings binde sie die Vorstellungen ihrer Mitarbeitenden immer mit ein, um die Pläne zu optimieren. „Sie sind die Experten in der Praxis. Es ist immer ein Miteinander.“

Wir verbringen die Zeit lieber bei den Pflegebedürftigen als auf der Straße.

Heidi Hanke, Leiterin recke:mobil Leverkusen

Unterstützung am Lebensende

Das gilt umso mehr für die speziell geschulten Fachkräfte aus der Palliativversorgung, sagt die recke:mobil-Chefin. Deren Fachwissen sei die Grundlage ihrer anspruchsvollen Tätigkeit am Lebensende, „dazu der souveräne Umgang mit dem nahen Tod“. Es sei die Mischung aus Einfühlungsvermögen und professioneller Distanz, die sie in der Arbeit auszeichne. Diese umfasse die Symptomkontrolle genauso wie beispielsweise die Schmerzlinderung. Hinzu komme die psychosoziale Unterstützung, für den Patienten genauso wie dessen Angehörigen, die ja ebenso in einer Ausnahmesituation seien. „Das ist auch für die Kolleginnen und Kollegen eine psychische Belastung, was wir bei der Erstellung der Dienstpläne mit entsprechenden Pausen berücksichtigen“, sagt Heidi Hanke. Hilfreich sei auch das Netzwerk, das man sich mit qualifizierten Palliativärzten (QPA), mit Hospizen, Apotheken und dem koordinierenden Ambulanten Palliativzentrum Leverkusen (APZ) sowie kooperierenden Pflegediensten über die Jahre aufgebaut habe. 

Video: Vorstellung recke:mobil Leverkusen mit Pflegedienstleiterin Heidi Hanke

Das Engagement lohnt sich ganz offensichtlich: „Wir bekommen immer wieder Rückmeldung von unseren Kundinnen und Kunden, die einfach mal ein Lob aussprechen möchten, wie toll wir unseren Job machen“, freut sich Heidi Hanke. Das bestärke ihr gesamtes Team, das mit ganz viel Herz bei der Sache sei, in seiner Arbeit sehr. Sie lächelt: „Und mich gleich mit.“

Info

Der ambulante Pflegedienst recke:mobil Leverkusen ermöglicht es pflegebedürftigen Menschen, in ihren eigenen vier Wänden pflegerisch und hauswirtschaftlich bestens versorgt zu sein. Bis zum Lebensende.

Kontakt über die Pflegedienstleiterin Heidi Hanke; telefonisch unter 02171.72 08-20 oder per Mail: h.hanke@graf-recke-stiftung.de

recke:newsletter

Was wir bewegen. Was uns bewegt: News und Storys aus der Graf Recke Stiftung.

Jetzt abonnieren